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Veganes Mett gefährdet den Schreibfluss und das Metteinander!!



Und auch wenn die Sozialen Medien, hier vor allem Facebook, derzeit nicht besonders gut beleumundet sind – denn überraschenderweise gab es einen sogenannten "Datenskandal" (!) – so wurde mir immerhin bei einem Frühlingsspaziergang durch das schöne Köln klar: Katzenbilder und catcontent geht immer. Einfach: Immer!!




Auf dem sich an den Frühlingsspaziergang anschließenden Antik- und Trödelmarkt stellte ich fest: Ein wunderbarer Kauf muss nicht immer ein prätentiöses Paar Manschettenknöpfe bedeuten. Es kann auch die fantastische Autobiographie von Jürgen Zeltinger aus dem Jahr 1988 sein!!


"Am Anfang habe ich mich über diese Lactosefrei-Fanatiker, Ingwertee-Trinker und Ei-im-Glas-Esser aufgeregt. Aber es ist alles okay. Ich kann nicht entscheiden, ob ein Mensch seine Hose hochzieht bis zur Brust. Jeder wie er will." (Kida Ramadan)

 

Ich bin so alt, ich kenne noch Turbo Pascal. Damals gab es auch noch kein "veganes Mett", von dem ich in der diesjährigen Fastenzeit durch einen hochgeschätzten Fußballfreund erfuhr. Die vegetarische Wurst von der "Rügenwälder Mühle" ist echt gut. Doch was soll veganes "Mett" sein? Gelernt: Das ist zerbröselte Reiswaffel, verrührt mit Tomatenmark, Salz und Pfeffer! Veganes Mett! Die Veganisierung des Abendlandes, ein Angriff auf unsere Kultur und unser Mett! So was mach‘ ich nicht mett!! Das gefährdet das friedliche Metteinander. Da kommen mir ja sogar in der Fastenzeit die Luftschlangen wieder hoch! Veganes Mett: dAnke MerKel!!!1!!11elf

 

Ich war so mit mir im Unreinen, dass ich zur Ablenkung - und zum 20. Jubiläum im nächsten Sommer - endlich mal Kolumne 19 layout-mäßig überarbeitete. Doch dann erfuhr ich auf dem "HR Barcamp" in Berlin, dass es die Berufsbezeichnung "Tinker" und "Evolution Ambassador" gibt. Ich rief laut und vernehmlich "BINGO!" und stellte fest, dass ich für einige Dinge vielleicht wirklich zu alt bin. Nicht erst seit dem Zeitpunkt, als mir meine Praktikantin mein neues iPhone einrichtete, weil sie einfach nicht mehr ertragen konnte, dass ich in einer Mixtur aus "dicken Fingern" und "Ungeduld" es nur sehr, sehr langsam hin bekam, die Apps so anzuordnen, wie dies auf dem Vorläufermodell der Fall war. Anhand meines Screenshots (!) der App-Ordnung baute sie es nach. Kurz befürchtete ich deshalb eine Schreibblockade. Dann las ich jedoch auf Wikipedia, wie sich eine solche äußert und war mir nicht mehr so sicher:

 

„Im Einzelnen kann eine Schreibblockade die folgenden Erscheinungsformen aufweisen:“

 

„Es fällt schwer, einen Textanfang zu finden.“ (Quatsch mit Sauce! Irgend ein Kirmeszitat finde ich doch immer!) „Der Text wird zwar geplant, es gelingt aber nicht, ihn zu schreiben.“ (Doch. Ich habe im März noch nichts Neues geschrieben - dann mach' ich das einfach. Mumpitz.) „Der Schreibprozess wird – oft mehrfach – unterbrochen und häufig auch ganz abgebrochen.“ (Ich habe ihn in diesem Monat - also 'aus Spaß' - noch gar nicht begonnen. Dann hau' ich ma' was raus!) „Der Verfasserin bzw. dem Verfasser erscheint das bisher Geschriebene als nicht gut genug.“ (Was soll das denn? Ich bin doch nicht Thomas Mann. Das hier sind Gebrauchstexte!") „Die Ideen und/oder die Formulierungen bleiben aus.“ (Vielleicht bei Zivilisten. Aber doch nicht bei mir.) „Das Schreiben wird als qualvoll empfunden. Häufig treten schon beim Gedanken an die Anfertigung der Arbeit oder beim Anblick des Bildschirms körperliche Symptome wie Unwohlsein oder Nervosität auf, und es werden Vermeidungshandlungen wie Aufräumen, Putzen etc. ausgeführt.“ (Von diesen 'Vermeidungshandlungen' kann ich mich mit Vehemenz freisprechen!) „Passagen aus fremden Texten werden nicht in eigenen Worten wiedergegeben, sondern es wird wörtlich zitiert. Der eigene Text wird dadurch zu umfangreich, und es entstehen Brüche. Beides führt häufig zum Abbruch.“ (Warum darf bloß jeder seinen unausgegorenen Krempel auf Wikipedia posten?!?)

 

„In Beratungsgesprächen mit blockierten Schreibern ließen sich unter anderem die folgenden Ursachen ausfindig machen:“

 

„Eine innere Auflehnung gegen diese Anforderung.“ (Quatsch! Da gilt das Wort von Rio Reiser: Schreib kaputt, was Dich kaputt macht! ) „Fehlende oder unzureichende Konzepte.“ (Was soll denn das sein – habe festgestellt, dass es lange keine neue Kolumnen gab und schnell was zusammen gekleppert! Worüber soll ich denn schreiben? Über ICE-Namen?) „Der Anspruch, sofort einen fehlerfreien, perfekten Text schreiben zu müssen.“ (Soso, und wofür gibt es dann wohl diese Bildausgaben?) „Komplexe, aus mehreren „Erzählsträngen“ bestehende und daher schwer überschaubare Struktur der zu schreibenden Texte.“ (Struktur, mein Gesäß!!) „Ein 'Zuviel' an zu verschriftlichtem Material oder Unordnung desselben.“ (Nö, nö, wer schreibt, bleibt! Denn: Fanta Mango muss ... ) „Eine unzureichende oder falsche Vorstellung von einem künftigen Leser, insbesondere die Angst vor einem überaus kritischen Leser, zum Beispiel vor dem Professor, der eine Haus- oder Examensarbeit beurteilen wird.“ (An den Leser denken? Oder die Leserin? Wer bin ich denn? Tommy Jaud!) „Angst zu versagen und sich vor anderen zu blamieren.“ ('Um den Text zu gewinnen, musst Du selbst zum Text werden!' - zit. n. Prof. Dr. John J. Rambo) „Als weitere Ursache [...] psychische Probleme, insbesondere Depression oder bipolare Störungen.“ (Hmmh, das bewegt Menschen.) „Neurologisch werden Schreibblockaden mit einer Fehlfunktion des Hirnlappens in Verbindung gebracht.“ (Total abwegig!! Aber manchmal kann man dann doch nicht schlafen vor Wort.)

 

Schreibblockaden sind doch was für Leute, deren Tag mit einer Stichwunde begann! Findet: Schomberg.