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Nussschalen-Köln wird mit drei "s" geschrieben ... oder?!?!



Köln in a nutshell (44): Unlängst schrieb ich eine lange Drama-Mail an die Hausverwaltung, mit dem Tenor "Seit sechs Wochen ist die Scheibe der Haustür kaputt, es ist nichts passiert, die Scherben können sich lösen, Arterien durchtrennen und das ist lebensgefährlich, Menschen können getroffen werden und verbluten." Am nächsten übernächsten Tag: Pappe & Klebefolie. MacGyver hätte Tränen in den Augen vor Glück!





Haustüren, bizarr ausgeführte Bauvorhaben, Bäume, Bethäuser Kirchen: In diesem verrückten Köln ist ja immer was los. Und da habe ich den lustigen Erstligisten völlig außen vor gelassen. Ich könnte es pointiert ausdrücken: Köln ist total campy!

 

Doch wie ich unlängst im Brauhaus lernte, fehlt Frau Feynschliff und ihrer Schwester die Fantasie, sich vorzustellen, wie ich im Wohnzimmer sitze und einen Artikel von Susan Sonntag lese. Das machte und macht mich sehr betroffen. Und traurig. So traurig, dass ich mir vorkomme wie der männliche Darsteller in einem New-Wave-Film. Oder Nouvelle Vague. Carlos wusste das unlängst noch zu schätzen:

 

"Danke nochmals für diese bis heute gültige Definition eines, ach, aller, Nouvelle-Vague-Filme": [...] künstlerische Filme, in denen die Protagonistin stundenlang aus dem Fenster schaut, Rotwein trinkt, und nach Stunden seufzt, 'Jean-Paul liebt mich nicht.' Irgendeiner überfährt einen Hund, Fin, Abspann."

 

Und schuld war nur der Bossa-Nova!! Fröhlich stimmt mich dann aber wieder die Erinnerung daran, dass Frau Feynschliff vor schlanken acht Jahren über den Gassenhauer "King without a Crown" von ABC feststellte: "Ich glaube, dass ist das einzige Lied, das ich kenne, das besser klingt, wenn Du es singst!" Ein Lob, bei dem ich nicht so genau weiß, ob ich mich darüber freuen soll. Mein Motto: Nicht schön singen, aber laut. Naja, was soll's. Schon der Ur-Mensch war Rheinländer. Sagt der kölsche Boulevard!

 

Ich habe mich endlich von Wagner entliebt. Es dauerte weit über zehn Jahre. Aber jetzt geht es einfach nicht weiter: "Ich habe mich entliebt von Dortmund, Bayern, weil sie einen Scheiß-Fußball spielen. Ich liebe RB Leipzig, weil ich Fußball liebe." Wagner, so geht das nicht!!! Nicht mehr. Auch wenn Impulsgeber Carlos den endgültigen Schnitt verhindern wollte. Durch sog. "Sachargumente":

 

"Er hat sich doch immer an alle rangeschmissen, die begabter waren als er! Ob Fassinder, Andreas Baader, Boris Becker, den Papst oder Knut, der Eisbär. Immer. Völlig wahllos. Und besonders im Fußballerischen ist er eine Prostituierte höchst unwählerisch. Wem der da schon alles zugejubelt hat in seiner Kolumne. Eigentlich jedem außer uns. Nur weil er in der Paris-Bar ein paarmal unter die Bilder von Kippenberger expektorierte, macht das aus ihm noch keinen Kulturmenschen."

 

Ups! Das war deutlich. Also: Schloss mit lustig!! Mein Lieblingsmarktbeschicker ist übrigens ein Herr, der über ein fantastisches Humorportfolio verfügt. Ein Kunde musste 12,20 € zahlen und er sagte "Zwölf Meter zwanzig." DAS ist ein gutes Beispiel für rheinischen Frohsinn. Auf diesen Bombenspaß erst einmal EINEN GANZEN!!!

 

Leider ist Köln nicht erst seit dem Jahreswechsel 2015/2016 nicht mehr "so lustig" wie früher, war es vielleicht nie: "Wer durch die Stadt geht, kann die Armut ohne Mühe sehen: Obdachlose, Chancenlose, Drogenabhängige, Alkoholkranke." Die Caritas reagierte und gab einen Leitfaden zum Umgang mit Bettlern heraus. Und doch will niemand mehr weg aus dieser Stadt, der sich einmal in sie verliebt hat! Ist halt wie mit Marburg, nur anders. Ganz anders.

 

... und so alle 500 Jahre bekommt auch Euer Schomberg einen Reformationstag & damit "freien" Tag 'rum!