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Die Wasseraktionsfläche: "Wer nicht hüpft, der glaubt an Schiller!"



Unlängst habe ich Dualen Studenten etwas am Whiteboard "erklärt" ... dies erinnerte das ZAG zu Hessisch-Lichtenau an Rudolf Steiner und natürlich an den Blackboard-Gott überhaupt!! Und am "Tag des offenen Denkmals"® musste ich beim Ubiermonument auch noch einmal an das Whiteboard denken ... ;-)




Klassik-Popstars von hinten: Ich zitiere meine Schwägerin, a.a.O.: "Der kleine Goethe kommt ein bisschen von oben herab und gönnerhaft ins Bild." Dieses wunderbare Weimar werde ich in den nächsten Ausgaben "behandeln".


Es ist jetzt ja doch seit der letzten Ausgabe wieder einige Zeit ver- und Wasser den Rhein runtergegangen ... Ich war in der "Welt des Schmerzes" (auch "Globetrotter" genannt - dagegen ist das IKEA am Samstag ein harmloser Kindergeburtstag!), mit Frau Feynschliff gut zwei Wochen im Osten und Nordosten dieser schönen Republik und dann war da auch noch das Ableben von Dieter Thomas Heck, zum dem mir (!) von vielen Seiten kondoliert (!!) wurde. Darüber musste ich im Urlaub lange nachdenken. Aber eins nach dem anderen:

 

Ich plane ein Prosastück, das sich kritisch mit Überbehütung & Nudging auseinandersetzt. Vielleicht kann ich ja damit den Kalker Kaffee wieder aufleben lassen? Das Stück manifestierte sich, als ich aus Versehen Süddeutsche.de las: "Trigger Warning - oder wenn die Kinder von Kampfhubschraubereltern an die Hochschule gehen." Denn "Stevo" wird später den "Bjarne Elia" vor schlimmen Dingen im Leben und den Zumutungen der Literatur und der Universität schützen. Aber was ist mit Menschen, die noch nicht so lange hier sind, aber mehr Durchsetzungs- und Überlebenswillen mitbringen als Justus-Friedrich oder Leopold-Karl? Wird er da nicht schnell zum "Opfer"?! Apropos: Ich war letztes Wochenende im "Globetrotter" in Köln: umgeben von kernsozialdemokratischen Lehrern in Funktionskleidung. Warum tat ich so etwas Verrücktes? Frau Feynschliff benötigte noch eine Regenjacke für unsere Ost-Sommerfrische.

 

Die Frage nach weiteren Dingen, die ich mitnehmen wollte, nahm mir Sportsfreund Tünnenson ab, der sinngemäß vorschlug:

 

"Glasperleneinhörner für die Eingeborenen? Jaja, keine Hektik. Bis zum Reiseantritt bleibt ja genug Zeit, alle weiteren wichtigen Fragen zu klären: Sockenauswahl, die richtige Kopfbedeckung, die Farbe der Freizeit-Hotpants und Giveaways für die indigene Bevölkerung."

 

Bei solchen Freunden braucht man echt keine Feinde! Wobei ich lieber ein Saale-Unstrut-Weinhorn hätte. Ich mein' ja nur.

 

Und auch die Autovervollständigung ist nicht immer gut! Manchmal produziert sie solche E-Mails: "Ich nehme meiner hellblaue Schülerlotsenregen von der WM 2006 anziehen, im Fischland." Das spielt schon in der Liga "Mein Luftkissenfahrzeug ist voller Aale und purer Wortergänzungsfaschismus!! Mein Empfänger fragte verständlicherweise "nach". Ich antwortete: "Ich aber werde meine hellblaue Volunteer-Regenjacke der WM 2006 mit ins Fischland, Rostocker Heide und Darß mitnehmen. Dort werden wir nach Stationen in Weimar-Bad-Superkösen-Potsdam-Uckermark etwa acht Tage verbringen und Radfahren, entspannen, lesen, leben, nachdenken."

 

"Oh, das klingt aber schön! Und immer dran denken: Wenn ihr in der Uckermark einen alten Waldschrat trefft, ist das Botho Strauß. Unbedingt Selfie! Auch wenn er davon wahrscheinlich tot umfällt. Und sagt ihm, er hatte ja so recht ..."

 

Mir spielte dann aber in die Hände, gerade als ich mich im "Globetrotter" (!) auf der "Wasseraktionsfläche" (!!) umschauen wollte, dass mir mein – Achtung: Siebzigerjahre-Ausdruck! – "Brötchengeber" eine gebrandete, schwarze Regenjacke zukommen ließ und ich diese mitnahm. Ich trage ja ungern Farbe. Obenrum. Im Kopf der zentrale Dialog für Weimar: "Ey Göhte, isch weiß wo Dein Haus wohnt!!" "Du hast doch keinen Frauenplan, Du Otto!" Es folgt der Abbinder:

 

Dieter Thomas Heck traute sich etwas, der „langjährige Vielraucher und Gernetrinker“ (FAS), spielte 1970 im „Millionenspiel“ mit. Aber Ihr jungen Leute versteht ja heute gar nicht mehr, was das für ein „Move“ war. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung bringt es auf den Punkt: „ (…) der Auftritt im ‚Millionenspiel‘ war für ihn ähnlich riskant, als hätte sich Helene Fischer direkt nach ihrem Erfolg mit ‚Atemlos‘ überreden lassen zu singen, wie sie Hundebabys ertränkt und Omas die Handtasche klaut. In dem er die zwielichtige Rolle annahm, bewies Heck Wagemut – oder zumindest enormes Selbstvertrauen.“

 

So etwas hätte sich sonst nur Goethe (war gut!) getraut. Am Frauenplan erinnerte ich mich an den Februar 2013 und daran, dass ich vor dem Vatikan auf einmal skandierte: "Wer nicht hüpft, der glaubt an Luther, hey, hey!"… Das Gleiche kam mir in den Sinn, als ich an Grandmaster G und den Schiller-Hippie mit den Stinke-Äpfeln dachte. Übrigens: "dieses Weimar" werde ich in einer der kommenden Kolumnen ausführlich aufarbeiten. Auch werde ich das Buch "Fünf Freunde essen glutenfrei" rezensieren. Und immer im Hinterkopf behalten: Fanta Mango muss über das Meer! Oder aktueller gefordert:

 

"Mehr Stoertebecker Baltik-Lager muss ins Fischland!", wünscht sich: Euer Schomberg.