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Gewaltmärsche durch Köln... Hauptsache, nicht Seilbahn fahr'n!



Was bedeutet dieses Schild im Stadtgarten? "Helm tragen auf dem Spielplatz verboten?" Und wie reagieren besorgte Hubschraubereltern auf solch eine totalitäre Einschränkung? Oder geht es eher darum, dass man sich als Kind - durch den Kindgurt, ähem, Kinngurt - strangulieren könnte? Und deswegen soll man nicht mit Helm klettern, rutschen - oder was man sonst als Kind so tut? Fragen über Fragen.




Erkenne das Lied von "Depeche Mode"! (Dieses Bild entstand nicht nach einer Stadtwanderung, sondern nach einem Gewaltmarsch durch die sogenannte "Eifel".)


Im letzten Jahr begannen wir damit, die Stadt-Spaziergänge (oder sogar "Wanderungen"!) von Helmut Frangenberg abzulaufen. Als Städter tut man halt skurrile Dinge! Abgesehen davon, dass in der zweiten Auflage jede Menge Fehler bei einigen Wegbeschreibungen korrigiert werden müssen, hat er wirklich die ein oder andere "interessante" Idee in seinen Stadtspaziergängen. Aber sein Vorschlag, von Gremberg aus - innerhalb des Güterbahnhofs an den Gleisen entlang - nach Gremberghoven zu laufen, brachte uns neben einem mulmigen Gefühl noch eine deutliche Ansage aus dem Mikro ein: "Bitte verlassen sie umgehend den Bahnbereich!"

 

Das war einfach Leben am Limit 3000! Manchmal trauen wir uns, auch ohne Printanleitung durch Köln zu flanieren. Blöd ist nur, wenn man sich von seiner Kauflust übermannen lässt, wie am letzten Wochenende! Oder anders: Ich hatte auch schon deutlich bessere Ideen, als mir 10 Pfund Bildbände & Bücher auf dem Flohmarkt zu besorgen - und anschließend anderthalb Stunden durch die ganze Innenstadt zu tragen... =:-| Nach dieser schweren Literatur war eine Stärkung im Weinhaus Vogel wohl nur folgerichtig. Oder?!? Der derzeitige Wechselkurs lautet: 1 Pfund Buch = 1 Euro. Niemand mag und braucht sie mehr, diese "Software für Snobs". Leider.

 

Und ich hatte - aufgrund der schweren Literatur - die Idee, den Fußweg abzukürzen und die Rückfahrt vom Zoo aus mit der Seilbahn über den Rhein anzutreten. Gottseiaufkniengedankt hielt das meine kluge Frau für keine gute Idee. Ich bin ihr ja oft dankbar, für gute Entscheidungen. Aber seltener war Höhenangstboy dankbarer! Als Bandname hieße die Nummer: "Verkeilte Seilbahn" oder "Die Seilbahnverkeilung 2017". Ich bin auf jeden Fall sehr, sehr froh, dass ich mit der Idee, per Seilbahn zurück nach Deutz zu fahren, kein Gehör fand! =:-|

 

Der einzige, der dies wirklich zutiefst bedauerte, war Carlos, er schrieb gewohnt meinungsfreudig:

 

"Wow, spektakuläre Bilder im Express ... mittendrin du am Seil, mit 'nem Sack voller Bücher auf dem Rücken und am twittern - das wäre natürlich der Höhepunkt gewesen."

 

Ich glaube, bei einer Höhenrettung über der Zoobrücke hätte ich den Franz Josef Wagner gegeben. Und er will nicht ausschließen, dass er in Hamburg den Helmut Berger gemacht hätte.

 

Also ist es deutlich ungefährlicher, auch wenn es sauheiß ist, zu Fuß zu gehen statt Seilbahn zu fahren. Was passiert eigentlich, wenn man austreten muss, und es mit der Höhenrettung mal länger dauert?!? Bekommt man dann von der Feuerwehr ein Snickers angereicht? Außerdem findet man nur auf dem Boden Bauzäune, die um Bäume herum gebaut werden. Danke dafür, Köln! Dafür sollte dich die Welt feiern!!

 

Zurück zum Anfang: Bei der Stadtwanderungs-"Tour 13: 'Durch den Urwald und eine Eisenbahner-Enklave ins Hochausghetto' (Von Höhenberg nach Finkenberg)", landeten wir schlussendlich in Porz Finkenberg auf einem sehr, sehr interessanten Platz. Alleinstellungsmerkmal: Das Büdchenbier kostete dort nur einen Euro (inklusive Pfand). Ich liebe diese Stadt sehr! Dieses große Gemeinwesen mit Stadtteilnamen wie Blutwurstsülze: Deutz. Sülz. Vingst. Poll. Porz. Kalk. Wunderbar! Die Stadt Köln erkunden, bis alle Schuhe durchgelaufen sind!

 

Und Treppen hochlaufen, zum Beispiel am Bahnhof Deutz, wo nach fünf Monaten Reparatur der Rolltreppen die erste nach anderthalb Wochen schon wieder defekt ist. Damit verlor ich übrigens eine Wette gegen einen exzellent angezogenen Pendlerkollegen. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte! Wie auch der Umstand, dass man die Opfer der Seilbahnverkeilung weiterhin traumatisieren will!!

 

Immer schön auf dem Boden bleiben, rät Euer Schomberg (zunehmend zermürbt).