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In Bierwurst ist kein Blut: Das Sommerloch!



Hornungs Beobachtung an einem Samstagnachmittag in diesem Berlin: Im Sprengelkiez momentan die neue Trendsportart – Glatze rasieren, sich in die Sonne stellen, Bier trinken und dies über den Schädel unmittelbar wieder ausschwitzen. Im Wedding ist das derzeit wirklich stark angesagt: "Hey, kannste och Spingbrunnen, wa?"




Die David-Bowie-Ausstellung war grandios aber ein knapp zweistündiger Informationsorkan... einfach zu viel von allem! Mein Lieblingsexponat (erinnerte mich vehement an "Schtonk" und den "Original-Führerpopel"): "Taschentuch mit Bowies Lippenstiftspuren, 1974"


So froh ich bin, dass dieses Sommerturnier vorbei ist, so viele verschüttete Gedanken bahnen sich wieder ihren Weg ins Bewusstsein: Was trägt man wohl am besten bei einer linken Demo gegen "Polizeiwillkür"? Zu dieser Veranstaltung trage ich wohl am besten eine grüne oder rote Hose und ein Hemd mit Sportmanschetten! Umschlagmanschetten wären wohl einfach zu faschistisch neoliberal-systemunkritisch. Oder?! Wobei der Vorschlag "Kurzarmhemd" aus Tarnungsgründen (Gewerkschaftssekretär? Busfahrerpirat?) auch noch sehr gut ist. Dazu kauft man sich einen bodenständigen Imbiss, zum Beispiel ein Stück Bierwurst auf die Hand. Doch dann fällt er mir wieder ein, der Ernährungstipp eines Fußballfreundes, der die Hochphilosophie nicht nur streift:

 

Hier mal ein kleiner Tipp für Euch: Kauft keine Bierwurst! Da ist nämlich überhaupt kein Bier drin! Ist ähnlich wie mit Blutwurst...

 

Da ist auch kein Bier drin!

 

Gespenstisch, oder?!

 

Sommerloch. Und auch der Boulevard gibt mir keine wirklichen Denkanstöße... ich stelle mir vor wie Praktikanten (m/w) - noch diesseits des Mindestlohnes - in leeren Redaktionsräumen gezwungen werden, Schlagzeilen wie "Statt süß-sauer mit Reis - China-Köche retten Enten-Familie" und "Köln stöhnt - Wie schwül ist das denn?" zu verfassen. Oder ich sollte einfach mal meine Laufwege zur Arbeit überdenken, um gewissen Automaten-Schlagzeilen aus dem Weg zu gehen?! Was bleibt ist die Kunst! Und das Ehrenamt.

 

Denn der 25. Kalker Kaffee am 09.08.2014 - wenngleich unter der Prämisse "Bei uns ist der Gastleser König" - organisiert sich auch nicht von selbst. Kunst. Kunst springt nicht so leicht ins Ohr wie Peter Alexander. Oder wie mein Freund Iko Schaumbjörk auf den Einwand, die Dokumentation über den Besuch der ART COLOGNE 2013 sei zu lang, entgegnete: "Wer dieses neun-minütige Werk als zu lang geraten erachtet, der ist auch nicht dazu in der Lage, neun Minuten ohne zu zwinkern in den Spiegel zu schauen. Aus rezeptiver Sicht braucht ein guter Film im Schnitt neunzig, ein gutes Bild folglich neun Minuten, was wiederum einer durchschnittlichen 0,2-Liter-Pause entspricht. Mein Biograf und Regisseur hat diesen Sachverhalt originell und erhaben transferiert. Dieser Mann ist ein Gott." Und wir wissen alle: Wenn man bei "Gott" vier Buchstaben austauscht, kommt "Bier" heraus! Unheimlich. Nicht wahr?

 

Auch hier: SOMMERLOCH. Vor allem im Kopf. Deshalb höre ich jetzt noch ein wenig Musik der deutschen Gothic-Kombo "TANZBRUNNENGRUFTI HEINZ". Der Sänger der Unterhaltungskapelle, Ralf aus Lübeck feierte seine ersten kommerziellen Erfolge mit "Mümmelmann hilft gegen Clusterkopfschmerzen" und "Obwohl Du so bunt angezogen bist, bist Du auch Punk." Dann nahm er noch Studioalben mit Raketenwurm, Fauler Zahn und [gedaerm: null] auf. Danach verliert sich sein Weg in Marburg an der Lahn.

 

Der Hitze, der Wirrnis und Leere des Sommerloches versucht zu entfliehen: Euer Schomberg.