Start / AktuellesInfothekInternKontakteSuchen 
Start / Aktuelles
Schombergs Welt
Ausgaben 1-20
Ausgaben 21-40
Ausgaben 41-60
Ausgaben 61-80
Ausgaben 81-100
Ausgaben 101-120
Ausgaben 121-140
Mein WM-Tagebuch
Ausgaben 141-160
Ausgaben 161-180
Ausgaben 181-200
Ausgaben 201-220
Ausgaben 221-240
Ausgaben 241-260
Ausgaben 261-280
Ausgaben 281-300
Ausgabe 281
Ausgabe 282
Ausgabe 283
Ausgabe 284
Ausgabe 285
Ausgabe 286
Ausgabe 287
Ausgabe 288
Ausgabe 289
Ausgabe 290
Ausgabe 291
Ausgabe 292
Ausgabe 293
Ausgabe 294
Ausgabe 295
Ausgabe 296
Ausgabe 297
Ausgabe 298
Ausgabe 299
Ausgabe 300
Ausgaben 301-320
Ausgaben 321-340
Ausgaben 341-360
Ausgaben 361-380
Ausgaben 381-400
Ausgabe 401
Ausgabe 402
Ausgabe 403
Ausgabe 404
Ausgabe 405
Ausgabe 406
Ausgabe 407
Ausgabe 408
Ausgabe 409
Ausgabe 410
Ausgabe 411
Ausgabe 412
Semesterprogramm
Fotogalerie
Neuigkeiten
Infothek
Intern
Kontakte
Suchen

Durch das wilde Wetterauenland, während ich Angst vor dem Vorrundenaus habe...



Der wunderschöne Fachwerk-Bahnhof von Mineralwasserhausen... von dort aus mussten wir uns auf eigene Faust zum Hotel durchschlagen...




Auf der Rückfahrt gerieten wir in eine Vollsperrung auf der A3. Kinder beschäftigten sich auf der linken Spur, die man auch als Bauland hätte ausweisen können, um sich von der Wartezeit abzulenken. Ich erwog kurz, auch um Kreide zu bitten und "Hilfe, wir haben eine Kirmesabwehr in der Nationalmannschaft und ich habe dolle Angst, dass wir in der Vorrunde ausscheiden!" daneben zu schreiben.




Swen Rohrer versucht, mich mit nicht verfluchten Bildern aufzumuntern, allein der rechte Glauben fehlt. Mir. Im Moment. Dennoch herzlichen Dank für die Zusendung, lieber Rohrer!


Wir reisen durch das wilde Wetterauenland zum 40. Geburtstag von Lars Michel, Thünnwardt Tünnenson servierte per E-Mail die Liveergebnisse von der Freundschaftsbegegnung in Basel & meine Freude über das Debut von Marc-Andre ter Stegen erhielt, ähnlich wie meine Vorfreude auf das kommende europäische Fußballturnier einen empfindlichen Dämpfer. Da vermochte es auch der Dialog mit einem Eingeborenen des Wetterauenlandes in der Heimstätte meines Lieblingsmineralwassers nicht, diese Trauer zu überspielen.

 

Am Bahnhof von Rosbach vor der Höhe versuche ich mit einem Passanten zu interagieren, der, wie alle jungen Leute, Ohrenschnuller Kopfhörer trägt, ich bedeute ihm via Gesten, er möge die Güte haben, diese kurz herauszunehmen. Es folgte der ergreifende Kurzaustausch:

 

"Entschuldigung, das Hotel 'Zur Post': Wie kommen wir am besten dort hin?"

 

"Ähem, sorry, I don't speak Englisch, nicht."

 

"Aha. Hmh, danke."

 

 

Dialog gescheitert. Ich konnte nicht sehen, ob er behaarte Füße hatte. Die folgenden Nachrichten aus Basel wurden auch nicht besser: "5:3 verloren. Schlimmer als befürchtet hinten drin. Ein Schweizer Treffer wegen Torwartbehinderung nicht gegeben, und noch nen Lattentreffer für die Eidgenossen. ter Stegen wird nie wieder ein Länderspiel machen."

 

Nun ja, dann ist es halt so. Was ich in Mineralwasserhausen so alles lernte: In einigen Provinzhotels kann "Mission Impossible V" gedreht werden (Bericht folgt), ein Erdbeerteufelstrunk ersetzt eine vollwertige Hauptmahlzeit, auch ältere Weinheimer sind "betont farbentragend", die Traktoren in Rosbach verfügen über Kindersitze und der "Kontrakösener" hat nicht nur in Marburg an der Lahn stattgefunden. Und überhaupt: Die Fischerchöre sind ein Witz gegen die Welturaufführung, der wir in Rosbach beiwohnen durften.

 

Auf der Feier, gegen 00.30 Uhr, erdbeerdaiquiriinduziert kurz ein Gedankenblitz: Vielleicht ist das 5:3 ja alles ein Teil von Jogis teuflischem Plan, analog zu Faust und Seppel Herberger: Schwäche vorzutäuschen, um im entscheidenden Augenblick umso unbarmherziger, gnadenloser, deutscher zuzuschlagen. Dann wird MAtS der Otto Kleff der größten deutschen Nationalmannschaft, ever. Und dann wurde Kleff 2.0 doch nach Hause geschickt. Vermutlich wollte Joachim Löw ter Stegen ein Spiel gönnen, das normalerweise gewonnen worden wäre, ehe er ihn nach Hausse schickt, a) als Anerkennung für die hervorragende Saison und b) als Option auf die Zukunft. Dass MAtS mit Kirmesjungs in der ohne Abwehr gegen die Schweiz spielt, konnte ja kein Mensch ahnen. Naja, dann erhält ter Stegen seine Krönungsmesse eben im Finale 2014 in Maracana. Grosz denken!

 

Das Pfingst-Gegenkonzept zu "Hitze, Honka, HSV" war: Balkon, Bücher, Bier. Und Kultur. Am Pfingstmontag um 7.00 Uhr hat mich der Lärm der sich lautstark bekämpfenden Elstern & Amseln geweckt, bei ihren StuKa-Angriffen aufeinander. Zum letzten Mal: Kalk ist ein STADTteil! Weil wir ein Stadtteil sind, haben wir auch eine juppe Gentrifizierungskantine. Sonst hätten wir doch eine Dorfschänke! Oder? Und ich hatte - ob der ungewünschten frühen Weckung - mehr Zeit und Ruhe, eine neue Kolumne zu verfassen, als ich eigentlich wünschte. Am Abend diente ich dann als Jungtaubenlandeplatz - und es ist kein Bandname. Zum Ende dieses Wochen(end)rückblicks noch etwas Erbauliches:

 

Dieses Team gewinnt zum EM-Auftakt 4:2 gegen Portugal:

 

Neuer - Höwedes, Boateng, Badstuber, Lahm - Khedira, Schweinsteiger - Müller, Özil, Poldi - Klose

 

 

So wird es sein & ich lasse mich auf diese Prognose auch festnageln!

 

Für Euch pfeift im Walde: Schomberg.