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"Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu eröffnen."



"BER = Beyond Economic Repair, Bezeichnung / Eigenschaft von (defekten) Produkten, deren geplanter Lebenszyklus abgelaufen ist, sodass eine Reparatur zu akzeptablen Kosten nicht mehr möglich ist." [wikipedia]. Auf Deutsch heißt das wohl "wirtschaftlicher Totalschaden", oder?

... und das war die ursprüngliche Bilderunterschrift: Letzter Aufruf für den Flug nach Handgepäck! Herr Schomberg, kommen Sie nach Gate 16...", und warum "nach" und nicht "zu" Gate 16... Fragen über Fragen... auch im neuen Jahr!


2013 begann direkt mit ein paar Knalleffekten:

Bettina und Christian Wulff haben sich getrennt, Depardieu wandelt auf Schröders Spuren und wird Vollrusse, Helmut Berger versucht einen kalten Entzug in Australien vor Livekameras, Mehdorn wurde als AirBerlin-Chef geschasst, die van der Varts prügeln sich auseinander - man ist bestrebt, nach nur ein paar Tagen des neuen Jahres, nach Kontinuität zu verlangen. Und die kommt, weil er nicht kommt, dieser Flughafen "BER". Es gibt also noch ein paar Gewissheiten.

 

Am Ende wird man einsehen, dass es billiger gewesen wäre, und schneller, Berlin abzureißen und an einem bereits existierenden Flughafen neu aufzubauen. Berlin: Doof, aber sexy. Jaja, man sitzt als Wahlkölner ein wenig im Glashaus, wenn man Steine Richtung Berlin wirft. Aber die U-Bahn hat ja auch keine "Leuchtturmwirkung" wie dieser - schon jetzt viel zu kleine - "Hauptstadtflughafen". Der selige Joseph Beuys hätte dort auch substantiell helfen können. Und außerdem haben wir Kölner reichlich Erfahrungen mit der baulichen longue durée, ich sach' ma' so: Am Kölner Dom hat man ja auch ein paar Jahre gebaut. Mal sehen, ob & wann die Linie 5 das Werk "rückbaut"...

 

Mir stellt sich auch im neuen Jahr immer noch die Frage: Was wird wohl schneller fertig werden...?!

 

A) Die Kölner Nord-Süd Stadtbahn.

B) Die Hamburger Elbphilharmonie.

C) Der Hauptstadtflughafen BER.

D) Das Umm Salal Stadium in Katar. Der tiefergelegte Stuttgarter Bahnhof.

 

Aber es sind ja nicht nur die großen Bauvorhaben, die in die Hose gehen. Ich bekomme ja beim Weg zur Arbeit auf der Cäcilienstraße täglich mit, wie sich zwei Bauarbeiter stets in die Wolle bekommen, ob sie die U-Bahn jetzt an der Baustelle queren lassen oder nicht: Der eine wedelt mit der Flagge wie ein Ultra im Stadion, der andere hupt, und dann steht man auch mal fünf Minuten dort rum, weil man nicht weiß, ob man jetzt gehen darf oder nicht: Die Ampeln haben dort ohnehin nur dekorativen Charakter.

 

Thünnwardt Tünnenson hat das nationale & lokale Baubizarrotum wunderbar auf einen Nenner gebracht:

 

...oder der Tiefwasserhafen Jade-Weser, das mit dem Bahnhof in Stuttgart wird notfalls durch Sabotage von so schwäbischen Ökoschrats verhindert, die U-Bahn in Köln mit fertigen Stationen, die jetzt kaputtrandaliert werden, bis die erste Bahn fährt. Siemens kann keine Züge mehr bauen, ganze Serien von Straßenbahnen müssen verschrottet (!) werden, da irreparabel...

 

Mein Lokalfavorit ist die denkmalgerechte Sanierung der alten Eisenbrücke am Decksteiner Weiher auf der direkten Verbindungstraße zwischen Klettenberg und Marsdorf. Die Brücke wurde komplett rausgehoben, dazu hat man vorher links und rechts Dämme errichtet und den Weiher trockengelegt. Jetzt liegt die Brücke nebenan im Gras und nix passiert, weil da auf einmal irgend 'n Statiknachweis fehlt. Hab mich schon damit abgefunden, bis zur Rente immer 'nen Riesenumweg über Hürth-Stoitzheim zu fahren.

 

Irgendwie finde ich eine Wechselwirkung oder besser einen "Zusammenhang", sehr frappierend, doch hat bisher noch niemand darauf hingewiesen: Seit wir keine großen Titel im Fußball mehr holen (1996), können wir auch nichts mehr am Großprojekt: "Der deutsche Staat wird von Großbaustellen gelähmt". Bei dem vorletzen Auftritt der Stuttgarter in Mönchengladbach beantworteten wir deren Sprechgesang "Sch**ß Mönchengladbach!" auch mit einem entschlossenen "Baut euren Bahnhof! Wir singen, baut Euren Bahnhof!"

 

Derweil schreibt Franz Josef Wagner Durchhaltebriefe an Wowereit, der gar nichts mehr merkt, und kommt zum Schluss: "Der normale Berliner will nicht wegfliegen." Doch, will er. Seit wann überhaupt gibt es "normale" Berliner? Und der Nichtberliner möchte weiterhin in Tegel landen und nicht in der brandenburgischen Steppe. Und ich empfange Signale, dass man dieses Privileg noch einige Jahre hat!

 

Ich freue mich auf die Zuschriften mit der Lösung (A, B, C oder D), Euer Schomberg.