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Das Dopingvergehen von Marcel Duchamp wird total überbewertet


„Beschleunigung, das ist doch völlig out, das ist doch achtziger Jahre.“ (Harald Martenstein)

 

Als Arrangeur mit Wirkungswillen habe ich im Hintergrund an dem vierten Teil der ICE-Gedanken gearbeitet, aber irgendwie geht mir das nicht so leicht von der Hand wie sonst, obwohl eine Durchsage vom Donnerstag kurzzeitig die Motivation zum Weitermachen erhöhte: Um 07.32 Uhr drangen im ICE Heimito von Doderer folgende Worte an mein Ohr: "Mein Name ist Holm Wickel. Ich bin Ihr Zugchef. In der ersten Klasse betäubt sie heute Frau Wiedmann." Mit dieser kristallklaren Ansage verließen wir Köln gen Düsseldorf.

 

Köln. Die Stadt gehört - von den Todesopfern gar nicht redend - alleine für den Verlust des Nachlasses von Nicolas Born und R.D. Brinkmann unter die Notverwaltung des Bundes gestellt. Ich wäre bereit, als Hochkommissar für Köln zu agieren. Diese Stadt, so sehr ich sie mag, ist eine Mischung aus Djibouti und Eckkneipe. Und 90 Prozent aller Entscheidungsträger aus Politik, Kultur, Feuerwehr und Polizei tragen Schnurrbart. Wahnsinn. In welcher anderen Stadt gibt es das noch? Und, als Glashausjunge stelle ich fest: Es fällt schon auf, wenn jemand im Interview nicht "Arschiev" sagt ;-).

 

Dazu passt, das sich jemand in die Krisensitzung der Fraktionschefs im Büro von OB Fritz Schramma zum U-Bahn-Unglück einschlich. Laut Express war es so: "Teilnehmer berichten, dass Freitagabend plötzlich eine unbekannte Frau auftauchte und in der Runde Platz nahm.

 

FJ Wagners Werke:

 

Franz Josef Wagner: "Abbé Will - meine unerfüllte Liebe. Skizzen, Tresen, Temperamente", Eisenhüttenstadt 2008

 

Wagner, Franz Josef: "Der weibliche Körper als geologische Formation", Karlsruhe, 1986

 

Wagner, Franz Josef: "Weltbühne Sachsen-Anhalt- oder wie ich lernte, die Teletubbies zu lieben", externe Dissertation, Freiburg 1964

 

Wagner, Franz Josef: "Götterspeise und Gelehrte", Autobiographie in 13 Bildern, 4 Selbstzeugnissen & einem fragmentarischen Epilog, Köln 2003

Sie sagte, sie sei Missionarin und geschickt worden. Es sei Sünde in der Stadt und daher sei das Unglück als Warnung zu verstehen. Den Aufforderungen, den Raum zu verlassen, folgte sie nicht. Vielmehr begann sie, Passagen aus der Bibel vorzulesen."

 

Es ist Sünde in der Stadt. Das ist alles so, so, so Neunziger. Und man möchte laut ausrufen: Gottseidank ist Sünde in der Stadt. Verkleidet als Mary Poppins. Danach fliegt sie zum Richter-Fenster weiter.

 

... zusammen mit dem Bonner Superhelden "Menschlicher Stöpsel" liefern sie sich ein verbissenes Duell mit den Ordnungskräften um das RICHTERFENSTER! Die GSG 9 seilt sich von außen ab, wegen der Überflutung kommen sie nicht in das Gotteshaus hinein, der Dom kippt beinahe um, als die teuflische KVB-Armee anrückt, doch dann erscheint Schnorres-Schramma und befördert beide mit Superpuste auf eine nahezu unbewohnte Insel namens Kuba. Dort leben alle in Glück und Zufriedenheit und ohne Lehmann-Zertifikate.

 

Schreiben kann so einfach sein.

 

Wie helfen. Obwohl mir da ein grober Schnitzler unterlief:

 

Sie kommen natürlich beide in die Pfandflaschenstadt Kandor. Und den Flaschenhals verschließt Fritz Schramma mit Hitzeblick. Überhaupt: Ich wollte ja auch helfen und habe mich sofort als Freiwilliger auf www.wir-retten-unser-stadtarchiv.de eingetragen, um ein bisschen Marx & Magnus abzustauben und in Schutzfolie einzuschlagen. Als Ex-Schülerlotse und ehem. WM-Volunteer wäre dies meine Heilige Pflicht. Da bin ich dabei - wir stonn zusamme'! Oder um es in unserer Bescheidenheit zu sagen: Da müssen jetzt die besten Staubwedel der ganzen Welt ran! Leider setzt sich auch hier das Dilletieren fort. Aus guter Quelle weiß ich, dass in der letzten Woche eine e-mail mit den jeweiligen Ansprechpartnern innerhalb der Verwaltung zirkuliert wurde, für Menschen, die Wohnraum zu Verfügung stellen, beim Retten der Archiv-Akten helfen wollen oder Know-How für den Krisenstab anbieten. Die Mail wurde viermal verschickt, weil jedesmal falsche Fax- und Telefonnummern aufgeführt waren. Und auf der anderen Seite wird schon an vielen Stellen sehr gute Arbeit abgeliefert und man reißt sich den A.... auf. Das ist Kölle, janusköpfig & herzensgut. Noch Fragen?

 

Köln: Dritt-Welt-Charme & Kölsch-Morbidezza. Miserable Mülltrennung und Aktenvernichtung. Gut zu wissen, daß es Hessen waren, die dafür sorgten, daß nicht noch mehr Opfer zu beklagen sind.

 

Harter Schnitt. Neben der Stadtteilbibliothek Kalk (!), der ich an meinem freien Tag ganz gerne mal 'ne Aufwartung mache, bewirbt ein Nichtmuttersprachler ein Heissgetränk. Ich hoffe sehr, dieses Produkt ist ne Mischung aus Grammatikfehler und abgepiddeltem Buchstaben. Denn man kann dort HEISSE KAKA kaufen.

 

Ich bin ausgeschrieben. Schreiben nach Wagner ist nicht mehr möglich. Euer Schomberg (Diener Roms - morgen in Müngersdorf 2.0)