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Der öffentliche Schankraum als Heiratsmarkt! "Junge, reiß Dich mal am Zahnriemen!"



"Gestern Kulturpartie geschlagen!" "Und, auf welchen Comment? Grundlseer?" "Nö, nicht so etwas Gefährliches, wir hatten Kölner Komment!"


"... jajajaja, ich bemüh' mich ja!" Tja, im Mai hatte ich nicht viel Zeit für "Schombergs Welt". Nicht nur, weil ich mich vom Ergebnis des "Clash of the Titans" in Großseelheim erholen mußte ("Hasso-Nassovia 8 - Suevia 2! Wo zur Hölle ist Alesia?!") - nein, eher von dem unfassbaren Muskelkater, den ich mir bei diesen schier übermenschlichen Anstrengungen auf dem Kartoffelacker zuzog! Dafür habe ich in anderen Leibesertüchtigungszusammenhängen wenigstens die Klasse erhalten können. Und mich darüber sehr gefreut. Und dann entdeckte ich, obwohl ich mich mehr als neun Jahre dagegen wehrte, die wunderbare Welt der Blogs. Eigentlich: Des Blogs. Mitgehangen, mitgefangen.

 

Bloggen ist aber auch gut: Ich kann als Praktikant viele Schulden und Schmerzen zurückzahlen, die ich Frau Feynschliff durch das Endlektorat dieser Kolumne zugefügt habe. Und mich über den Verlust meines kleinen roten Stadtwagens hinwegtrösten! Durch das Bloggen findet man zufällig Sätze, die in ihrer Schönheit und Größe kaum zu fassen sind, wie zum Beispiel diesen hier: "Wir freuen auf den vielen neuen BILD-Dandies an Wasserhäuschen, Imbißbuden und bei Lesungen von Martin Mosebach." [Quelle] So, nach diesem Aufwisch des Mais gab es noch den absoluten Tiefpunkt des Monats, schlimmer als eine deprimierende 2:8-Niederlage, die Geschichte in der Geschichte Kolumne lautet:

 

Mein Freund, der Twingo, ist tot - er starb im frühen Abendrot...

 

 

 

Er steht zwar WIEDER im Veedel, doch er hat sein recht junges Leben merkantil ausgehaucht. So stellt es sich mir im Moment jedenfalls dar. Alles Dreck, alles!

 

Unlängt also, gegen Spätnachmittag/Frühabend geschah meine Autopannenentjungferung. Beim dilettantisch vorgetragenen Versuch, vom Elendsviertel Kalk ;-) ins Wahre, Gute, Schöne zu gelangen (Lindenthal), auf einmal ein

 

SCHABENDES UND KRATZENDES GERÄUSCH

 

in meinem lustigen roten Stadtwagen gehabt. (Alles so auf Höhe des Odysseums). Motorleistung direkt weg.... Motor ging aus..... habe es noch so gerade auf die rechte Seite geschafft. Wollte ja nicht den kompletten Verkehr aufhalten. Kommt 200 Meter vor der Auffahrt zur Zoobrücke resp. A3/A4 nur mäßig gut. Hinter mir direkt die Polizei. Ein Glücksfall. Waren sofort Freund und Helfer. Das kleine Auto mit halb auf den Seitenstreifen gehievt. Mein 35 Jahre altes Warndreieck ausgepackt. Der Polizist hat Fahrigkeitsboy dann runtergekocht und mir beim Aufbau geholfen.

 

ACDC oder wie das heißt, na 6 x die Zwei, angerufen. Kamen auch direkt nach 50 Minuten. Mich derweil sehr an dem von mir erzeugten zähflüssigen Verkehr und dem Versuch des gemeinen Kölners, so etwas wie einen Reißverschluss hinzukriegen, erfreut.

 

Filterzigaretten im leichten Regen geraucht.

 

Auf dem Seitenstreifen rummutiert.

 

Den Fortgang der Bemühungen, ein "Bauhaus" zu bauen, begutachtet.

 

Erwähnte ich schon das Gewitter und den Regen?

 

Dann kam der zweite Streifenwagen: "Jaja, ihre Kollegen waren schon da, ADAC ist gerufen, Motorleistung weg....."... alle sehr freundlich.

 

Dritter Streifenwagen: "Was machen Sie da?" "Ich versuche, nicht allzu belämmert und doof auszusehen, während ich auf den ADAC warte und für einen Stau auf einer Autobahnauffahrt sorge!" "Ach so, ja, dann viel Glück!"

 

Und dann kam er und der Gelbengel Gabriel sprach die Worte der Apokalypse, das Horrorwort schlechthin:

 

**** KAPITALER MOTORSCHADEN ****

 

Ich hatte den Wagen nur versucht anzulassen, und ihm reichte eine Nanosekunde für das Erkennen des ganzen Ausmaßes! Ich hätte wohl vor 20.000 km ein Verschleißteil (Zahnrad, Keilriemen, Zahnriemen, na halt irgendwas am Motor!) austauschen lassen müssen, welches den Motor zerrockte.

 

Sportsfreund Schomberg war mittlerweile ADAC-Mitglied und fragte mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung und Naivität: "Und, wie bekommen wir die Karre hier weg?" "Abschleppwagen. Das ist teuer. 150 - 200 Euro." "Hmmmh, das ist Dreck! Viel zu teuer." "Haben Sie jemanden, der sie abschleppen kann?" "Nö, die Menschen, die ich hier kenne, sind alle Künstler und fahren kein Auto. Ich wohne quasi um die Ecke, nur einmal die Autobahn hoch und wieder runter!"

 

Dann hat mich Gelbengel Juppo (Gabriel hat keinen so breiten kölschen Dialekt!) abgeschleppt. Toll war das, u.a. über die Kalker Hauptstraße OHNE Bremskraftverstärker. Rock'n'Roll galore. Und nun steht das rote Stadtauto circa 50 Meter von dem Haus entfernt wieder auf dem Bürgersteig auf einem Parkplatz. Windschief. Zur Verabschiedung rief er mit noch zu, das eine Reparatur circa 2.000 bis 3.000 Euro koste. Wenn's seeeeeeeeeeeeeehr günstig läuft, bin ich auf jeden Fall mit 1.500 Talern dabei.

 

Mir schwant, dass sich dies für einen 11 Jahre alten Renault Twingo nicht unbedingt lohnt.

 

Bin noch in der Evaluierungsphase:

 

Abwrackprämie, Carsharing oder Reparatur?

 

Auf jeden Fall ist mein TWINGO nur noch ein TWIN. Schade!

 

 

 

Ich werde die Entscheidung - ihr ahnt es - vor der Geschichte & hier bekanntgeben. Nur kann ich mich mit einem Neuwagen in Kalk nicht wirklich anfreunden (Diese Folgekosten! Garagenanmietung, privater Wachschutz!).... wenn jemand 'n guten Gebrauchtwagentipp hat (Markenprodukt, Renter-Garagenwagen, maximal vier Jahre alt, 20.000 km, circa 1.500 Euro ;-)) - ich habe immer ein offenes Ohr!

 

Euch eine schöne Woche, denkt an Eure Kulturpartien, Euer Schomberg.