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Toilettenpapierskulpturen und Endivienstampf BPOF!

Tja, lange, so drei bis vier Wochen, ging ich mit einer Kolumne und Überlegungen zum Thema "Toilettenpapierskulpturen" schwanger. Es sollte um die Angewohnheit von Menschen gehen, in (semi)öffentlichen Toiletten, die gleichermaßen gepflegt wie hochfrequentiert sind, die Papierhandtücher und auch das vorrätige Toilettenpapier zu lustigen Skulpturen und Anordnungen aufzustapeln. Derlei Überlegungen dauerten zu lange offenbar, denn von Guido K. aus N. erhielt ich eine Zuschrift...

 

moin moin heiko,

 

was is los? ... ich schaue schon seit tagen auf deine homepage und warte auf neue lustige zeilen und zitate und verballhornungen ....

 

kreative pause? schwarzes loch? ... oder sind dir die weinbrandbohnen im speckmantel nach der fast- und abstinenzzeit nicht bekommen?

 

schönen gruss in die große stadt - der guido

 

Ja, was sind die Gründe für die mehr als dreiwöchige Sprachlosigkeit? Einerseits die entfachte Leidenschaft zum Radrennsport? Das Brüten über meinem Businessmodell BPOF? Die Auswahl der Texte, die ich beim 1. Kalker Kaffee las? Oder die Agonie der Borussia? Wie kann ich Bernd Begemann dazu bringen, dass er die Single "Meine Liebe ist ein Fahrstuhl" einspielt???? Was war noch so los: Na die Sache mit dem Feuerwieselbild & das mühevolle Beibringen vermeintlich amüsanter Bilder und Dokumente für feynschliff.de? Angestachelt durch die Zuschrift, werde ich mal schauen, ob ich nicht doch noch aus Anfängen und Skizzen eine Ausgabe zusammengekloppt bekomme. Ich bin geplagt vom genius loci Kölle am Rhing. Oder wie Willi Pedia schreibt: "In Roman mythology a genius loci was the protective spirit of a place. It was often depicted as a snake." So entstand vor einigen Tagen am Bodesee die Frage: Wo bleiben die Entsatzzeppeline, den Klassenerhalt zu sichern? Wo ist Behle? Sie blieben: Aus!

 

Was man nicht im Kopf hat, muß man im Ladegerät haben! Vor Wochen zwei Minuten bei "RUND UM KÖLN" gewesen, Etappe Kalk. Kalk ist nicht gerade eine Hochburg des Fahrradrennsports! Dennoch viel Spaß gehabt. Das kommt beim Sport in letzter Zeit so selten vor.

 

Generell gilt: Diese Kolumne ist eine GEBRAUCHSKOLUMNE. Und so werde ich irgendwann einmal öffentlich darüber nachdenken, wie es sein kann, dass Köln Deutschland in a nutshell ist; Köln, dieser deutsche Mikrokosmos mit seinem Rhein-Trennungs-Faschismus! Die Linksrheiner und Keter Pnöll sagen: Der Rhein ist die Grenze der Stadt. Das Prekariat und ich sagen: Der Rhein ist ein Teil der Stadt. Und Kalk und Mülheim haben durch die Industrie erst das Geld verdient, damit junge Kreative sich im Belgischen Viertel rumlümmeln können. Denke auch über mögliche Sprachregelungen - in einem neuen Arbeitsumfeld - nach; wie redet man mit Kollegen und Vorgesetzen? Nutzt man den Edeka-Comment ("Herr Schomberg, kannste mal die Prozesse steuern!") oder eher den Butler-Comment ("Heiko, können Sie mal die Farben hinterlegen!").

 

Als ich unlängst wieder in Süddeutschland war, morgens den aktuellen Wagner als Printmedium gegeben, erschaudert vor der Größe seiner Worte, morgens um 06.30 Uhr am Flughafen und das Dokument seiner Herrlichkeit mit zitternden Händen ausgerissen, so bemerkenswert war er wieder. Sinngemäß: "Ich will keine Diktatoren und Bösmänner, ich will nur abends mit meiner Frau ins Bett und in Ruhe frühstücken". Und tolle lukullische Erlebnisse im Industriegebiet Neukeferloh gehabt, ein Gebiet das völlig anders ist als die Brache Mülheim. Um die Mittagszeit beim Tengelmann gewesen, war schon durch den Eingang durch, dann ging ich wieder zurück, nahm das brüllende Alarmsignal in Kauf, denn aus dem Augenwinkel nahm ich das Schild "Leberkassemmel, 1 Euro 50" wahr.

 

 

"Grüss Gott (do like romans do!), ich hätte gerne eine Leberkassemmel mit süßem Senf"

 

"Eine? Sie sind doch ein ganzes Mannsbild, haben doch bestimmt zwei Zentner, nehmen Sie zwei".

 

Ich bin jemand, der klare Befehle benötigt.

 

"Klar. Ich hätte gerne zwei Leberkassemmel!"

 

 

Nach dem Mittagessen dann noch lange über das Verhältnis von "Opa Gaga" zum Fußball nachgedacht; es ist offenbar das gleiche wie zu den Frauen. Aus der Entfernung zuschauen und in alten Erinnerungen schwelgen, und wenn man wieder blau genug ist, was zum Thema absondern. Wagner hat vom Fußball soviel Ahnung wie J. Lottmann. Oder Menschen, die "Nannette" heißen und ein Nagelstudio in Quedlinburg besitzen. Diese drei wären kein gutes Auditorium für eine Lesung. Der erste "Kalker Kaffee" dagegen war ein voller Erfolg; 7/7 der Eingeladenen waren auch da. Mit meiner Auswahl, die ich vortrug, war ich im Rückblick nicht so zufrieden, aber wir werden es fortsetzen. Und dann lese ich Gebrauchstexte vor ;-)) und keine Kunstk***e!

 

Und, wie ich eben einem Hong Konger Geschäftspartner, ManU-Anhänger mit leidlichen Deutschkenntnissen aber Fussballaffinität, schrieb: "That was one of the finest moment of my beloved Borussia Mönchengladbach. And this is TODAY". Tja, und ganz, ganz wunderbar, man wird mittlerweile sogar von studentischen Aushilfen verhohnepiepelt. So weit ist es gekommen. Die Studenten, die bei meinem Arbeitgeber die Kandidatenunterlagen einscannen / bearbeiten, sind natürlich bei RPM-Projekten auch für das Einspielen der Dokumente von Headhunterbewerbungen zuständig, will sagen: Die Unterlagen werden in das jeweilige webbasierte Recruitingtool gespielt und dann mit einer Phantasie-e-mail versehen, damit keine Kommunikation (Eingangsbescheide, Absagen etc.) erfolgt, da die ja über den jeweiligen Berater läuft. Am letzten Donnerstag also giggelten und grinsten die Studies (Frankfurter, Bremenser, Kölner) wie 10-jährige Fans von "Deutschland sucht den Superstar". Und seit einem investigativen Verhör und Androhung der Zeugniserstellung, weiß ich auch WARUM sie so lachten, sie vergaben folgende e-mail-Adresse: willkommeninliga2@borussiaabsteigerderherzen.de.

 

Das Leben ist sooooooooooo gemein.

 

Also muss ich, lieber Guido K., wieder zum Proletensport als Auslöser der Sprachlosigkeit zurückkehren. Der Dreh- und Angelpunkt, nach dem Weggang von Hans Meyer, ist der Präsident Königs, gen. "Öl". Man könnte hier viele Worte machen, vor allem da ich einige Interna, oh, ist ja Fussball, Interna_s_ kenne, aber ich lasse hier einfach mal die Passage von SPON stehen, die es richtig & treffend wiedergibt: "(...) ... als der dritte Absteiger der Saison, der die Klasse auch real verlassen wird: Es ist Borussia Mönchengladbach. Erstens beträgt der Rückstand des Tabellenletzten auf Platz 15 nach dem 0:1 bei Hannover 96 am Sonntagabend acht Punkte. Zweitens und grundsätzlich: Wer die Möglichkeit hatte, mit neuem 50.000-Mann-Stadion, großer Tradition und begeisterungswilliger Kundschaft durchzustarten und sich in sechs Erstligajahren nicht stabilisiert, der muss Unternehmensfehler gemacht haben - und zwar deutlich größere als etwa Mainz. " (Quelle) Öl wollte zu viel und zu schnell. Und wenn man eben zum "Kaufhaus des Westens" wird und die Trainer schneller als das viel zitierte Hemd wechselt, dann findet man nicht jedes Jahr drei Doofe, die noch schlechter sind. Und diesmal ist auch nicht die halbe Liga traurig, wie 1999. Und dann auch noch der Privatfaktor, der mit hineinspielt: Ich lebe in Köln und habe es als Jlabbacher nicht allzu leicht. Deshalb hoffe ich auf so etwas wie "Läuterung in Liga 2 und Rückkehr durch gelernte Demut in Hoffenheim".

 

Aber wenn man sich mal vorstellte, ein rheinisches Team wie der ÄffZeh oder Borussia spielte auch noch einigermaßen ansehnlichen und dazu semierfolgreichen Fußball - dann wäre ja das ganze Jahr - von Wesel bis Koblenz - Aussnahmezustand á la Karneval. Ich glaube, beide Vereine kommen durch ihre interessanten Personalentscheidungen nur ihrer Sorgfaltspflicht für ihre Anhänger nach! Naja, wenigstens steht man finanziell einigermassen dar! Und wie immer denkt Rohrer in dieser schwarzen Zeit an mich und schickte elektronische Mutmacher á la: "Also halte lieber jetzt erst recht an Deiner Mannschaft fest! Jetzt brauchen sie Deine Unterstützung, jetzt werden sie diese auch loben und anerkennen! Trost brauchen nur Verlierer, Gewinner brauchen Mut!"

 

Ich sehe die Entwicklungen der nächsten Jahre kristallklar vor mir: Durchreichung in die eingleisige Dritte Liga 2008/2009 - dann zweimaliger Aufstieg und ab 2012 (im Jahr der Wiederverteidigung unseres Europameistertitels) unter Präsident M. Opdenhövel Rückkehr ins Internationale Geschäft. Alterspräsident Hans Meyer und Metafanbeauftragter B.K. freuen sich auf das Spiel gegen Maccabi Tel Aviv denn beide waren noch nie auf Zypern.... und.... niemand weiss dann mehr wer oder was Königs war, außer, wie wir Grammatikverbrecher sagen: AUSSER ICH!

 

Einen schönen Mai wünscht Euer, seit gestern - endlich - auch rechnerisch als Absteiger feststehender, Schomberg

 

 




Erklärungen zum Thema BPOF folgen in einer der nächsten Ausgaben.... wichtig bleibt jedoch: "Ich will möchte Komplexität schaffen!"