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Weinbrandbohnen im Hackfleischmantel (Betrachtung Web 0.2)



"Sie bekommen mich auf dem silbernen Tablett serviert und treten mich mit Füßen" (Stefan Effenberg zur Nichtnominierung als Sportdirektor bei Borussia)


 

Die nebenstehende Graphik ist meines Erachtens ein weiteres Beispiel für die skandalöse Verramschung von Hochkultur! Vor allem die Spanne zwischen Preis und Versangebühren sind eine groteske Farce! Und das mir hier niemand der Leser mit protofaschistischen-casinokapitalistischen Aussagen á la "Angebot und Nachfrage" oder so etwas kommt....

 

Auch wenn ich gestelzte Titel weiterhin ablehne(s.o.), so habe ich in letzter Zeit wieder verstärkt den beruhigenden Eindruck, gelesen zu werden. Und bei den talentierten Lesern dann auch Reaktionen freizusetzten, die ich wiederum selbst verwenden kann. Das kommt dem anstrebenswerten Ideal der sich selbst schreibenden Kolumne recht nahe, insbesondere da sich u.a. Rohrer recht zugetan hat und ich das ZAG in fast jeder Ausgabe erwähnen muß! Den Idealzustand der "Perpetuum Kolumnine" hatte A. Hacke-Zieher schon einmal in seinem Buch "Der Weiße Neger Wumbaba" beschrieben: "Aus diesen Beispielen machte ich eine weitere Kolumne. Zu dieser Kolumne kamen aber nun noch viel mehr Briefe [...] aus denen ich dann zwei weitere Kolumnentexte machte, auf die ich so viele Zuschriften bekam, dass es für vier weitere Kolumnentexte reichte, worauf mich eine solche Menge von Briefen erreichte, dass ich daraus locker acht Kolumnen hätte machen können und..." (Axel Hacke)

 

Hier also, die sehr schöne und treffende Reaktion auf "Ein Abstieg wäre ein Imageschaden":

 

Ernie the Eagle schreibt:

 

"Jaja, ich habe nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass Mannschaften der Bundesliga ja irgendwie wie James-Bond- Filme sind:

 

Jahrzehntelange History, mit der man aufwächst und an die man sein Herz verliert und während der innovative Größe und Glanzleistungen abwechseln mit unansehnlichen Ausrutschern, die saisonale Epochen prägen können. Die Ergebnisse stehen und fallen mit den Akteuren, die wahre Verantwortung findet man aber zumeist hinter der Kamera: Während Produzenten dabei meist unkündbar die Fäden ziehen, werden die Regisseure gerne ausgewechselt, rotieren oder widmen sich anderweitigen Projekten.

 

Über allem Guten und Schlechten thront unauslöschlich der Name, die Institution, die den Fan auch nach den grauenerregendsten Niederlagen wieder unerbittlich zurückkehren lassen wird: Die Hoffnung stirbt nie!

 

Hier wie dort ein unberechenbares Geschäft. Allerdings gibt es für Bond-Filme keine Dauerkarten. Das prangere ich an!

 

Von Fan zu Fan, Ernesto" 

 

Auf die Frage, ob ich diesen herrlich stimmigen Beitrag verwenden könne, hies es gleichermaßen frei- wie großmütig:

 

"Jederzeit, solcherlei honorarfreien Veröffentlichungen sind für den Mann mit der Peitsche ja kein Neuland. Doch er freut sich immer wieder darüber. So soll es sein. [...] Gerne dann auch den Link her zu mir!

 

Jihaaa." 

 

Ich freue mich doch immer, wenn ich jungen Menschen einen Gefallen erweisen kann. Da ich nicht so hip bin wie der für "Vanity Fair" bloggende Rocker Rainald Ü50 Goetz, kann ich auch keine Kolumnentitel wie "Strukturale Anthropologie II" oder "Facharbeiterf*****" nutzen; aus trotzigem Protest gegen die Welt werde ich, so das fußballerische Zeitgeschehen es zuläßt, mich in der nächsten Ausgabe rein corpstudentischen Themen widmen. Dummerweise las ich alles, was ich noch polemoglossisch über Spochtsphreund Goetz schreiben wollte, deutlich besser in der FAZ auf dem Flug nach Berlin. Sie waren diesmal heller und schneller.

 

Das verdamme ich! Genau wie solche artifitiellen Überschriften. Da könnte diese Ausgabe ja gleich "Königstochter sieht Island", "Das Desaster von Klagenfurt" oder "Mit Ernst Jünger im Abenteuerland" heißen, könnte es nicht?! Meinen Anschlußtreffer im Spiel des Wohlfühlens erzielte ich dann auf dem sehr gut besuchten Flohmarkt in Porz-Eil, am alten Autokino. Höchst erfolgreich agiert und dort für all-in sieben Euro einige antiquarische Schätze aus einem Nachlass für kleines Geld erworben.... das ist das Schöne an rechtsrheinischen Flohmärkten: Die meisten Verkäufer dort interessieren sich nicht wirklich für Druckwerke mit lateinischen Lettern und da kann man noch den ein oder anderen Schatz bergen und getrost in einer Toys-"R"-us-Plastiktüte nach Hause tragen...

 

Heute betont romantisch, ein wenig erbost, doch altermilde: Euer Schomberg (wieder an den Klassenerhalt glaubend!)