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Berlin, Berlin - wir kommen aus Berlin!

 

"Motivsocken sind ja eigentlich der Antichrist!"

(Heiko Schomberg)

 

Das vorgesehene Robbie Williams-Zitat wird ob meiner epochalen Aussage aus dem Oktober 2000 geschoben! Dialoge auf der Couch, Freundschaftsländerspiel Deutschland gegen das Königreich der Niederlande, Endstand 1:3 (1:1). Günther Netzer wird auf der Tribüne eingeblendet, er trägt einen orangen (sic!) Schal, in mir regt sich Unwillen, ich sage:

 

"Es kann doch eigentlich nicht sein, daß ein Deutscher, ausgerechnet bei diesem Spiel, ein oranges Kleidungsstück trägt!"

Tanja: "Als Roboter hast Du da gar keine Wahl!".

Grrrr, sie hat recht!

 

Nachdem ich präberlinerisch (icke, wa, weeste!) Kolumne 21 "vorgearbeitet" habe und Knöll V so freundlich war, sie freizuschalten, habe ich nun die Gelegenheit, meinen Hauptstadtaufenthalt durch die Subjetivobrille betrachtet, hier einfließen zu lassen! Will sagen: Ich spreche nur für mich, nicht für das Corps, blablabla - es sind halt Schombergs Ausführungen, sonst hieße das ganze ja auch "Suevias Welt", oder?!

 

Meine Berlinwoche begann mit der exzentrischen Bitte unseres Seniors, ich möge "zur Sicherheit" doch 2 Fonduetöpfe mit in die Hauptstadt nehmen, da Hornung für das dienstägliche Aktivenessen Normanniae sichergehen wollte, daß genügend Fonduetöpfe vorhanden seien. BTW: Ich hielt dies für einen sehr verfrühten Aprilscherz, da ich davon ausging, in einem Gemeinwesen mit mehr als Mio. 3,5 Einwohnern, habe man einen einfacheren Zugriff auf, zur Not, Fremdfonduedippche, eine Verifizierungs-SMS, die mich im ICE erreichte, unterstrich den Ernst des Vorhabens Suevio-Nomanniae. Nichtsdestotrotz hatte man natürlich genügend Töpfe da, um einen sehr schönen Dienstagabend zu gestalten, dem beizuwohnen ich die Ehre hatte. Aber der Reihe nach:

"Bahnhof Zoo, mein Zug fährt ein. Ich steig aus. Gut, wieder da zu sein. Zur U-Bahn runter, am Alkohol vorbei. Richtung Kreuzberg, die Fahrt ist frei.", Ideal. Hornung holt mich + setzt mich auf dem Haus ab, auf dem ich mit einem VG ein fächerübergreifendes Gespräch beginne. Das Vorhaben, einen betont ruhigen Abend gestaltend zu verbringen, mißlingt, Hornung zeigt mir noch die ein oder andere Kneipe innerhalb seines Kiezes Prenzl (wie die überschätzten "Cool People" sagen) und ich falle hoch"müde" ins Bett! Am nächsten Tag gibt der Mobiltelefonwecker kein Pardon, um 07.00h versuche ich innerhalb kürzester Zeit a) einen Menschen aus mir zu machen und b) würdevoll und seriös in meinem dunklen Dreiteiler auszusehen. Hornung evakuiert mich zu meiner Fairlink-Abschlußkundgebung bei BP Johannes Rau auf Schloß Bellevue und ich frage mich, ob es dem Amt gegenüber respektlos ist, verkatert beim Bundespräsidenten zu erscheinen. Doch der Repräsentativkaffee revitalisiert. Die Inhalte sind hervorragend, die Diskussion und die Rede Raus auch, die Häppchen (neudeutsch: "Flying Buffet" genannt) erwecken alle Lebensgeister, auch der israelische Botschafter Schimon Stein ist anwesend, er ist übrigens ein bekennender Borussia-Mönchengladbach-Fan, leider hatte ich nicht die Gelegenheit, ihm zu seinem überaus feinen Fußballgeschmack zu gratulieren. Rau drückt wie einst Willy Brandt 1967, als er das Farbfernsehen "eröffnete", auf einen Knopf und schaltet damit die Ethik-Präambel "Fairnetz" online. So weit, so gut. Dann holt mich mein virtueller Leibfuchs (das klingt freundlicher als Berliner Zungen, denen das Wort 'Zwilling' entfleuchte) wieder ab und es ist "Aktivenessen" angesagt. Eine runde gemütliche Sache, an dieser Stelle noch einmal "Danke", und ich traf einige verdienstvolle Altinaktive / Junge Alte Herren Normanniae und wir schwelgten in Anekdoten + alten Geschichten und was man sonst bei Veteranentreffen alles so tut...

 

Am nächsten Morgen bei Hornung um die Ecke schnell den Frühstücksdöner eingeworfen (2 EURO, Getränkeautomat vor dem Notausgang, Fotobeweise folgen bald in einer Bildkolumne) und dann zum zweiten Teil des Berlinaufenthaltes und der Beendigung eines Schwabenblattberichtes-light: Dem Seminar der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ein Anruf auf dem mobilen Anrufbeantworter abgehört, in seiner Kürze kaum zu toppen: "Shoko. Roth. Neuer Fuchs. Ende". Chapeau! Glückwunsch zum neuen Fuchsen! Die ersten Referenten geben durchwachsen-hoffnungsvolle Einschätzungen von Berlin-Aires, es gab wohl viele handwerkliche Fehler und man glaubte zu sehr an die selbsttragende Prosperität der Hauptstadt - es scheint zu sein, wie ein Referent (keine Namen, keine Namen!) es zusammenfaßte: "Berlin ist nicht bezahlbar, Berlin kann sich selbst nicht tragen." Hoffentlich liest das jetzt AH Loetz nicht, ich hasse es, vorgefaßte Meinungen zu bedienen! Der gleiche Herr sprach im übrigen auch von "Neukölln, das größte Sozialamt Europas." Es ging um Kultur, und nicht um die bösartige Realpolitik oder sogar um bezahlbare Kulturpolitik, denn für mich heißt es: "Deutsch sein bedeutet, in Fußlaufweite die 'Zauberflöte' zu haben." Doch auch: "Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat soviel Pinke-Pinke, wer hat soviel Geld...." (während ich das tippe, fange ich automatisch an zu schunkeln, Rheinländer bleibt Rheinländer).

Vor dem Abendessen entspann sich noch folgender Dialog, als ich einen befreundeten Verbindungsstudenten nach seinem Reversschmuck frug:

"Was hast Du denn da am Revers?"

"'Ne Buxennadel"

"Nanana - in Deiner Szene muß man doch eine 'Burschenschafter-Anstecknadel' sagen!"

Das Hotel war überhaupt weltklasse! Nach Normalostandard sowieso, aber auch dem Schomberg-Hotelbewertungstandard konnte es vollkommen gerecht werden! Denn: Es hatte eine Schuhputzmaschine (ich liebe diese Dinger!) und im Nachtschränkchen war eine Bibel vorhanden! 100 von 100 möglichen Punkten! Sehr gut. Ein wenig kultupessimistisch wurde es dann, als man auf die Nachteile der Mediendemokratie zu sprechen kam und allgemein festgestellt wurde, das es bald nicht mehr um "No Angels", "Bro'sis" oder vergleichbaren Homunculus-Scheißdreck gehe, sondern auch Politiker bald - mit Hinblick auf ihre Telegenität - gecastet werden! Für mich der Aufruf, mir bald mal meine Zähne machen zu lassen: Wo Schomberg ist, ist Widerstand - es bleibt dabei! Obwohl es um den derzeitigen Ruf von Politikern ungut bestellt ist, wie hieß es zuletzt in einem Disney-Vorabendcomic, als Tick, Trick und Track (das sind doch die Schlampen aus dem Sauerland mit ihrem Hit "Warum?", oder?!) ausriefen: "Mörder, Diebe, Politiker!". Dies ist eine Haltung, die ich verabscheue und verurteile!

Der Rest in Streiflichtern, die in meinem Schneideraum Hirn aufflackern: Oranienburger Straße. Wir wollen zu den Hackeschen Märkten, kürzen ab, einer meiner Begleiter meint, "Fein, daß ist also hier der Straßenstrich!", ich halte mich eigentlich nicht für allzu naiv, sehe lediglich ein aufgebrezeltes Technopüppchen mit Wespentaille, die an ihrem Punto herumfingert, und dann, 30 Meter weiter wieder eine, und noch einen Klon, eine weitere Wiedergängerin usw. pp. Nach Technogirl Nummer vier teile ich die Meinung und wir setzen unseren Weg schnellen Schrittes fort. Man hört soviel vom Sumpf der Großstadt...

Daß man den Eindruck haben könnte, Berlin habe den Citymanager von Köln ("Köln", Gänsefüßchen, Kopfwippen, Gruss an Dr. Evil!) abgeworben, werden die Fotodokumente, die ich an dieser Stelle nachliefern werde, beweisen!

 

Ich gehe auf die Toilette in der Komischen Oper, sage zu einem Conhändewascher, "ich kenne Bahnhofskneipen, die deutlich besser aussehen! Die brauchen einen Förderkreis, die brauchen wirklich Geld.", er antwortet lakonisch: "Jaja, das ist DDR pur!". Morgens in der Deutschen Oper über Bildungspolitik, das schlimme, protofaschistische Wort, gesprochen. Gibt es wirklich nur noch hyperaktive, konzentrationsschwache Kinder in der B-Republik?!?! Und war'n wir nicht mal 'ne A-Republik?!?! Deutsche Singspiele. Jemand fordert die starke Förderung von Musikschulen. Pah - Musikschulen! Dort wird man doch eh nur zum Blockflötenterroristen ausgebildet, oder?! Dennoch werde ich die Diskussion weiter verfolgen! Und: Ich spreche hier - wie im Folgenden - nicht procorpo sondern proschombergo!!

 

Polemiknewsflash: Wowereit hat die Jovialität eines Personalberaters und den Benimm eines Bierkutschers (und das ohne überlegene Lustigkeit). Der Partyprinz hat noch keinen müden EURO in Berlin-Aires gespart. Aber mit Christiansen rumhängen...tsetse.

 

Wo heute das Hotel "Sylter Hof" steht, war früher das Hauptgebäude des RSHA. Zeitenwechsel atmet aus allen Poren. Auch der lustige Gewerkschaftler Riester war nur subzufrieden, als er erfuhr, was vorher in seinem Gebäude war, naja, so sind sie, die geschichtsvergessenen Gewerkschaftler. Wird das eigentlich mit "l" oder ohne "l" geschrieben?!?! Rot-grüne Spaßpolitiker am Schauplatz zweier Diktaturen. Wie war das noch: "Die DGB-Zentrale in Düsseldorf bestimmt die Leitlinien der Politik?!". Neeneenee. Es ist wirklich unglaublich, wie einem die Geschichte an jeder Ecke begegnet - auch an welchen, an denen man es nicht vermutet! Wir schauen uns die Drehbühne der Komischen Oper an, der Operführer sagt: "Hier, das Kernelement der Drehbühne ist der Königsstuhl. Die Konstruktion funktioniert seit 1947. Es wurde aus einer 88-Flugabwehrkanone ausgebaut, die rund um Hitlers Reichskanzlei stand." Wahnsinn. Beim Versuch, Smalltalk nach der Führung zu halten, erhält Schomberg dann prompt den Orden, 1. Klasse im Fettnapftieftauchen.

"Und sie sind also seit 1976 für den Bereich Öffentlichkeitarbeit zuständig?" "Nein, ich war bis 1990 geschäftsführender Direktor der Komischen Oper"... uuups, Return of the Einzelschicksal. Überhaupt eine sehr gefährliche Branche! Eine der Bühnenbildnerinnen des Stückes "Eine florentinische Tragödie", schmierte erst einmal bei Herrichten des Bühnenbildes aus 5 Meter Höhe von einem Stapel Kartons ab und brach sich den Arm... der Stunt geschah vor unseren Augen und das "Show must go on!" wurde uns eindrucksvoll vor Augen geführt, in dem der Referent ungerührt weitersprach... genauso verstörend war die Einführung in oben genannten Einakter und "Der Geburtstag der Infantin (Der Zwerg)" - beide nach Vorlagen von Ossi Wilde - durch die Dramaturgin des Hauses. Denn:

In der deutschen Komponistenszene des frühen 20. Jahrhunderts war jeder mit Jedem verwandt, verheiratet oder zumindest miteinander im Bett: Zemlinsky war in ein Girl namens Alma (Alma Mahler Philippina?!?!) verliebt. Diese verlor er an Gustav Mahler. Mahler war der bessere Selbstdarsteller; Zemlinsky konnte Mahler nicht hassen, da er dessen Werk liebte. Weil der die Mahlerpuppe nicht haben konnte ("I want the one I can't have - and it's driving me mad - it's written all over my face", Morrissey), heiratet er die Schwester von A. Schönberg. Natürlich war Schönberg auch Zemlinskys Schüler. Während sich Alma Mahler (später Bindestrich Werfel) bei Zemlinsky kompositonsmäßig austoben konnte, verbietet Gustav Ganter das und hält sie als Muse. Ich ziehe meine Schlüsse aus dem Kurzvortrag: "Gustav Mahler ist der musikalische Jürgen W. Möllemann in Dieter Bohlens 'Nicht ohne meinen Doktortitel'".

Abendessen im Künstlercasino vor der Vorstellung. Der erste Gong: "Herr Schomberg, noch 31 Minuten, erster Aufruf zur Aussage beim Untersuchungsausschuß 'Politiker sind alle Lügner', Herr Schomberg, bitte!" Die finanzielle Situation Berlins läßt mich an Argentinien, nicht jedoch an die deutsche Hauptstadt denken und der heitere Wowereit treibt sich immer noch nur auf Parties und Charityveranstaltungen rum, statt zu regieren. Ich muß mir noch eine Stichwortliste für meine Aussage vorbereiten und eine Premiumauswahl der besten "Ein-Herz-und-eine-Seele"-Folgen anschauen. Denn wie erwähnt: Wo ich bin, ist Widerstand ;-))

Vormittags der Besuch im Jüdischen Museum, sehr beindruckend, am Ende fragt der Herr, der uns die Führung gab: "Gibt es noch Fragen?" Ein Teilnehmer fragt nach den koscheren Speiseregeln. Der Museumsführer erklärt dies sehr umfassend und ausführlich, ich stelle die Frage "Ich habe mal einen koscheren Wodka getrunken. Was ist eigentlich das Koschere an koscherem Wodka?"... schiebe hinterher "ich persönlich kenne die Stellung der Kartoffel im Judentum nicht" und meine es ernst, hoffe jedoch, nicht allzu flapsig geklungen zu haben.... manchmal ist die rheinische Zunge ein halsbrecherisches Risiko.... er antwortet aber genauestens und führt aus, daß wie bei koscherem Wein, die Trauben (oder Kartoffeln) nicht an einem Sabbat geerntet, bzw. gepflückt werden dürfen. Okidoki, wieder mal was gelernt. Danach geht's zu meiner mittlerweile dritten Führung über den Potsdamer Platz, zum ersten Mal - meine erste Tagesbesichtigung - fällt mir auf, daß der Verlauf der Mauer im Boden eingelassen ist.

 

Einen älteren Teilnehmer erschrecke ich, als er über die Mauer geht mit einem lauten "Achtung! Sie verlassen den amerikanischen Sektor!" Er zuckt zusammen, ich erfreue mich meiner kindlichen Albernheit, gelernt ist gelernt!. Die moderne Architektur am Potsdamer Platz erinnert mich irgendwie an Jacques Tatis "Playtime" - nur einmal spiegelt sich in einer Glastür der Eiffelturm resp. das Brandenburger Tor... Manches Haus ist wie eine Sushibox: Außen schlicht und innen voller Überraschungen... Überhaupt, einige Kneipen resp. Szenecafes am Hackeschen Markt sind ungut für mein Seelenheil. Wie sagte der Drittchargierte Normanniae: "Da muß man klingeln und 'ne geschälte Gurke 'reinreichen, um 'reinzukommen!"

 

 

Die WELT, vom Donnerstag, den 28. November 2002, Ausriß Schomberg.

 

Reto "Ibo" Hornung hat von seinen überaus einfühlsamen + reizenden Berliner Corpsbrüdern zum 25. Geburtstag einen gelben, lustigen Teddybären geschenkt bekommen; sie wollten ihn damit über den Verlust von Schildi hinwegtrösten. Da sitzen wir (die Normannenaktiven und Titus "Lindenberg" Seidemann) in einem sehr urigen Berliner "Ich-verkaufe-was-ich-selber-zusammenbraue"-Lokal namens "Lemke", und stehen vor dem Problem: "Wie soll das neue Bierkind Hornungs heißen?!?!"

Flux zog Schomberg seinen Notizblock und sammelte die Vorschläge, die ich der Authentizität halber, hier fast ungefiltert wiedergebe:

Bärzi
Todeszone Schmeck
Gliedmaster
Motorbiene
Schalke 05
Prinz Eisenherz
Trinkspiel(i)
Guerillakämpfer der Solidarität
Bauzaun
Hondo, der unglückliche Rodeoclown
Bierdetektiv
Indiziensammlung
Asservatenkammer 47
Gornik Zabrze
Gewürztraminer
Ratte Kunibert - rote Augen - weißes Haar
Bruce Dickinson
Rock-a-Tiki
Ole Roth
Dickidickdickinson
Maxim Gorki, Du Sau!

(...) und der Rest wurde von mir geflissentlich unter den Tisch fallen gelassen... Publizieren heißt Verantwortung übernehmen! Dieser Bär hat wunderbar saugfähige Granulatfüße, und ist damit ein großer Gewinn für seinen Herren & Meister bei jedem Bierjungen!

 

"Nachts um elf auf dem Kurfürstendamm glotz ich Touristenkulturprogramm", diese Melodie habe ich im Kopf, als ich den Bildgottesbeweis entdecke, den ich hier so schnell als möglich einstellen werde: Ein Bild von Harald Juhnke, Ende der Siebziger / Anfang der Achtziger, als Werbeplakat vor einem Chinarestaurant auf dem immer mehr zerfallenden Ku'damm, Harry trägt einen gelben Pullover, eine Häkelkrawatte (sic!), hat Stäbchen in der Hand und ein rotes Einstecktuch, grinst grenzdebil, vor ihm eine Peking-Ente, mit Salatblatt im Schritt! Einfach: Waaaaaaaaahnsinn! Ich bin kurz vor der Abfahrt nochmals hingegangen, um dieses Foto für die Nachwelt festzuhalten!!!! Und meine Vision: Gerhard Schröder, mit einem billigen Pepitahut winkt geistesabwesend und murmelt "Ich liebe Euch alle!" Hier enden für's erste meine Berlinbetrachtungen.... Dazu irgendwie passend die Durchhalteparolen via eMail! Ein Würzburger Bayer schickte mir einen regierungskritischen (!) SZ-Artikel (!!) zu und verblieb mit den Worten: "Noch ist nicht alles verloren! Wenn aber doch, dann mit der FAZ unter dem Arm und Art.20, Abs.4 GG im Herzen in den Untergrund...Trotzdem alles Gute und immer eine Handbreit Bier über dem Glasboden". Danke, Kippe II!

"Die Tanzfläche kocht, jetzt schrubbt sich die Scene: Ich fühl mich gut, ich steh auf Berlin!" .... und ich muß zurück in die Musenstadt, in der sich eine Kulturrevolution ereignete:

Das aktuelle "Wort der Woche" ist heuer

 

mobile Brezelverkäuferin

 

Es schlug "Nußplundergipfel" und "Hochkulturinstitution" um Längen. Nicht nur nur bei der DB-AG bricht sich die "Operation Mindfuck" erneut Bahn!

Die OP wurde zu 51 Prozent an die Verlagsgesellschaft Madsack verkauft; sofort wurde betont, daß sich an der journalistischen Eigenständigkeit von Hitzeroths Rackern nichts ändert. Aber dann wird prompt eine schreckliche Tatsache hinterhergeschickt: "Denn irgendwie klingt die - beruhigend gemeinte - Ankündigung eines Madsack-Managers doch nach einer Drohung: 'Die OP wird weiter in der gewohnten Qualität erscheinen.'" (aus dem Marburger Express vom 21. November 2002). So etwas schreckliches wurde das letzte Mal gedacht, als der Rhodesier (sein Selbstverständnis!) Bruce Grobbelaar eine Einladung zur Nationalmannschaft von Zimbabwe erhielt: Zeter + Mordio! Immerhin hat er damals, 1989 (?) die "Gunners" zum Meister gemacht!

Nach dem Auslesen der von Knöll V freundlicher- und leihweise überlassenen Digitalkamera, werde ich in Bälde, meine subjektive Bildersicht Berlins hier veröffentlichen... ich hab' 'nen ganzen Koffer davon mitgebracht ;-))

 

Wem von Euch heute, am Nikolausabend, wirklich langweilig sein sollte, der kann sich um 20.00 Uhr in den Räumlichkeiten des kleinen aber feinen Sechszigerjahrezweckbaus in der Leopold-Lucas-Straße einfinden und meinem Vortrag zum Thema "Networking" lauschen!

Gruß, Euer Schomberg.

 

 

 

P.S. Sehr geehrter Herr Lambracht, Saxoniae Leipzig: Vielen Dank für die Blumen! Gerne lasse ich mich, so ich die Zeit finde, auch einmal von Leipzig inspirieren. Versprochen! Oder wer mich kennt: Eine Drohung....

 

P.P.S: Müntefering, wir wissen [auch] wo Dein Auto steht! Denn: Wiederholungen gefallen doch!!!!

 

 

 

 

 




Nur ein Nachtrag! Habt Ihr auch den Eindruck, daß die Spams, egal was man tut, immer mehr + mehr werden!?! Das geht mir gewaltig auffen' Sack! Nur weil man im Usenet aktiv ist, ballern die einen mit diesem Dreck zu. Siehe den Screenshot vom 25. November 2002 ... ERSCHÜTTERND! Wenn ich mal eine Gruppierung isolieren kann, die so jett verschickt, dann kriegen die 'ne eMail-Bombe, da träumt der kriegtreibende Kanzler von...! Wie sagte Carl schon so treffend: "Die Zukunft ist nicht mehr, was sie noch nie war."