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Neulich im THEORETIKER...


 

 

Kirk: "Soll ich Ihnen etwas sagen, Spock? Jeder ist ein Mensch."

Spock: "Sie beleidigen mich."

Kirk: "Das ist nur menschlich."

Spock: "Rassist."

Kirk: "Vulkanier."

 

 

Willkommen zur Kolumne 38! Was kann man in diesen unruhigen Zeiten besseres tun, als nach Innen zu schauen?! Als zu überlegen, wie man diese Musenstadt wieder nach Vorne bringen kann?! Wie man dem Geschäftssterben entgegenwirkt?! Momentan entwickele ich Businesskonzepte für die Marburger Oberstadt, langsam wird es Zeit für meinen Baumarkt (für Intellektuelle mit zwo linken Händen), den ich THEORETIKER nennen werde.

 

Wie versprochen: Die drei

 

exzentrischsten
Buchtitel

 

aus meiner Privatbibliothek:

 

Velvart, Josef, "Gifte im Haushalt". Soforthilfe bei Unfällen, Bindlach 1999

 

Malgo, Wim, "Was sagt die Bibel über das Ende der Welt?", 15. Aufl., Urdorf (Schweiz) 1995

 

Ament, Helmut J., "Erfolg durch geheimes Wissen", 5. Auflage, Ulm 1995

 

 

Theoretiker (Slogan: "Viel hilft viel!"). Dort werden nur studierte Geisteswissenschaftler als Verkäufer angestellt, die den Bücherwürmern Paroli bieten aber auch helfen. So stelle ich mir den ersten Werbespot(t) vor, der sich dann erholsam von den anderen lokalen Selfmade-Werbungen der ortsansässigen Einzelhändler und Dienstleister abhebt, die so in den Kinos gezeigt und zugemutet werden:

 

"Hallo, Ich brauche eine klitzekleine Schraube."

 

"Guten Tag! Ja, nehmen Sie doch den neuen Billfaud 1441, nur 400 EURO! Ein wahrhaftes Schnäppchen. Das Produkt der aktuellen Internationalen Kölner Eisenwarenmesse."

 

"Aber ich will doch nur ein defektes Centprodukt, ein doll gedrehtes Schräubchen in einem Hängeboard ersetzen."

 

"Eine Hängeboard, das sie eigenhändig angebracht haben?! Respekt!"

 

"Jaja, das war kurz vor meinem Hebraicum, ich studiere katholische Theologie."

 

"Soso, ich muss ihnen dennoch mit Nachdruck den Billfaud empfehlen, damit können sie nicht nur Schrauben und Bohren, nein, er verfügt über einen Spamfilter, mit dem Billfaud können sie Transitreisende auf Tiefbahnhöfen bestrafen - einmal kurz in's Knie gebohrt, wir verstehen uns - die das eherne "Rechts-stehen-Links-gehen"-Grundgesetz missachten und er kocht ihnen auch einen aromatischen entkoffeinierten Kaffee, der alle Lebensgeister weckt! Ich drehe ihnen keinen Billigheimer an, es ist doch der neue Billfaud!"

 

"Vielleicht haben sie recht. Ich nehme dieses Gerät und schicken sie mir noch einen Aussendienstler, der die kaputte Schraube ersetzt. Ich habe mal 'ne Lampe bei meiner Grossmutter repariert..."

 

"Und?"

 

"500 DM Schaden! Naja - Schwamm drüber! Weiterhin möchte ich das häusliche Dach renovieren und benötige noch eine Gerätschaft zum Zuschneiden der Isoliermatten, ohne ohne daß das Material ausfranst oder reißt."

 

"Uiuiuiuiuiui - das ist schwierig! Da empfehle ich Ihnen das Insul-Knife. Das Insul-Knife ist das Produkt eines kanadischen Ingenieurs, der jahrelang an dieser Problemlösung getüftelt und jetzt die richtige Form von Blatt und Schliff für dieses schwierige Material gefunden hat."

 

"Hört, hört! Das klingt höchst interessant! Ich glaube, diesen Bericht habe ich mir auch fein säuberlich herausgerissen und in einer Klarsichtfolie abgelegt. In meinem Heimwerkerordner. Gut gefallen hat mir ein Schraubendreher von Megapro aus der Schweiz, der mit einem weichen oder harten Griff zu haben ist und in seinem Innern sechs Bits mit je zwei Spitzen enthält. Damit wird daraus ein Multifunktionswerkzeug, das bequem zu handhaben ist, weil man den Griff fest in der Hand halten kann: Eine eingebaute Ratsche übernimmt das Weiterdrehen. Der schick geformte 'Megapro 12 in 1' ist 21 Zentimeter lang, wiegt 185 Gramm und kostet knapp 15 Euro. Haben Sie den vorrätig?"

 

"Ja, lege ich Ihnen noch zum THEORETIKER-Sonder-Package!"

 

"Das ist ja wirklich zauberhaft von Ihnen!"

 

"Mach' ich, macht 400 EURO minus 20 Prozent Sofortentscheidungsrabatt, das Insul-Knife berechne ich Ihnen nicht, es wäre schön, wenn Sie mir einen kurzen Erfahrungsbericht dazu geben könnten, das Megapro '12 in 1' gebe ich Ihnen zu, sagen wir mal, 12 EURO. Dazu kommen 100 EURO für den Handwerker."

 

"Hmmh, das sind 432 EURO. Das ist viel."

 

"Natürlich, viel hilft viel!"

 

Aus dem Hintergrund leise Fahrstuhlmusik resp. Love-Boat-Melodien. Dann sehr laut und prägnant eine sonore Männerstimme: Theoretiker - viel hilft viel!, die Beiden grinsen debil aber zufrieden in die Kamera, Abspann. Letzte Einblendung: Das Landgrafenschloss, dann von oben das Logo: Theoretiker: Viel hilft viel! Ende.

 

Auf den Monitoren in den Theoretikermärkten wird rund um die Uhren die 1962er-Verfilmung von Kafkas Process gezeigt, Regie Orson Welles, mit Anthony Perkins und Jeanne Moreau (oder Romy Schneider???? Nee, ich glaube alle Drei...) in den Hauptrollen... bin ich nicht Theoretikermarktleiter?! Muss ich dringend nochmal nachlesen! Die Bezugsquellen aller Produkte - ausser dem Billfaud 1441 - siehe auch Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.03.2003, Nr. 71 / Seite T4

 

In der Kürze liegt die Würze, Euch eine angenehme Woche, ich muss jetzt renovieren, Euer James Tiberius Schomberg

 

P.S.: Sehr geehrter Herr Schmidt, haben wir wieder in meiner letzten Kolumne neue Anregungen für Witze gefunden, die Sie dann in der Schmidt-Show präsentierten?! Auf jeden Fall auch zu Ihrer Information: FAZ, Nr. 71, Dienstag, 25. März 2003, "Gestern Nacht ist seine Sammlung explodiert", Seite 35 und FAZ, Nr. 72, Mittwoch, 26. März 2003, "Ja, so muss ein Cowboy sein, geizig, müde und allein", Seite 48. Wenn das so weiter geht, muss ich Sie den Behörden übergeben ;-))

 

 

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Feedbackarea 51:

Binnenvertriebenes Assoziieren mit MG: "Knollenfrucht ist sinnlich, frühlingserwachend, erdig, bodenständig-ländlich und nachtschattenwachsend. Das hat mit den assoziierten Mailinhalten nun wirklich gar nichts zu tun. Pardon, nicht jede Aussage im 21. Jahrhundert hat einen tieferen Sinn, mon ami." Riesenelektrotackling!

 

Anja V. aus HH konnte dann sogar noch Licht ins Toridunkel bringen, in dem Sie schrieb: "Lieber Heiko, das ist doch was fuer mich, schliesslich ging meine Diplomarbeit mehr oder weniger darum. Tori ist der Plural von Torus... Man stellt sich vor, dass sich unser 3-dimensionales Universum auf der Oberflaeche eines Torus (oder auch mehereren Tori) abspielt. Alles, was sich dann von dieser Flaeche wegbewegt, befindet sich in einer Extra-Dimension (die sind so klein, dass nur noch ganz duenne Leute reinpassen, z.B. [Männlicher Vorname]...) P.S.: ...ein Torus ist ein dreidimensionaler Koerper. Beispiel: Rettungsring"

 

Auch Conphilister Liebrecht konnte die ZEIT-Anzeige für mich erhellen: "Lieber Heiko, bei der in Deiner Kolumne zitierten Anzeige handelt es sich um eine Stellenbeschreibung für einen theoretischen Physiker, der über Stringtheorien forscht. Strings sind nach der momentanen Hypothese die Urformen der Materie, die Fädchenartig (deshalb "string") beschaffen sein soll und im einem n-dimensionalen Raum schwingen (derzeit ist man nach meinem Kenntnisstand der Meinung, dass es sich um einen 11-dimensionalen Raum handelt, bei dem lediglich die drei Dimenisonen des Raumes sowie die der Zeit "entfaltet" sind, während die restlichen Dimensionen als "eingerollt" betrachtet werden. Für die mathematische Darstellung dieser Theorien suchen die nun einen Physiker, eventuell auch einen Mathematiker. In der Hoffnung, Dir eine kleine Hilfe gegeben zu haben Dein Rainer Liebrecht" Hut ab, mein Lieber! Wollen wir zusammen mal bei Jörg Pilawa rocken?!

 

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Mensch Lienen, Du sollst den Abstieg vermeiden! Nicht nur Suevia, auch Borussia sollte sich nicht allgemeinpolitisch aeussern! Darüber hinaus würde ich ja mitmachen, wenn Du mir 'nen Job besorgst... ich will meinen baerbeissigen Hans Meyer wiederhamm'.... Tanja, treffend: "Ah, wir sollen uns wirtschaftlich noch tiefer reinreiten..."