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Vorweihnachtsserie: Das Geheimnis der Gürtelschnalle oder "Die Fahrt nach Brüssel"...



Scan eines für das Schomberg Document Center gesicherten Flyers eines Tanzlokales im Westerwald, in dem man auch mal Fünfe gerade sein lassen kann, wie wir in den Achtzigern sagten… und in dem der DJ durchaus zeitgemäß (80iger) agierte. ;-) Dieses „Responsibly“ scheint auf jeden Fall das In-Getränk der lokalen Jugend zu sein und ganz schön zu knallen.


 

… sitze also im ICE Jacques Brel (bürgerlich: „14 International“) und fahre nach Brüssel. Nach einem hastig eingenommenen „Whopper-Menue“ (Big, mit Käse und Cola-Light) habe ich im Abteil sitzend die Muße, ein wenig zu schreiben. Und es schießen einem so die Gedanken durch den Kopf: Gibt es eigentlich neben dem Düsseldorfer Hauptbahnhof noch einen zweiten Bahnhof, in dem die Paare, Passanten so chaotisch rumlaufen? Diese ungelenkten Menschenströme machen es recht schwer, mit viel Gepäck die Zeit rauszuholen, um in Ruhe die Burgerrechte zu wahren. Jetzt bin ich schon mittendrin in der neuen Ausgabe; das geht nur mit dem Wissen umd das absolute Ruhekissen, einen Gastbeitrag von Rohrer offline verfügbar zu haben, mit dem man beruhigt und zeitnah zwei bis vier Ausgaben füllen kann. Oder ich eigne mir seine Hirnfrucht – es geht um skurrile Polizeieinsätze im Landkreis Marburg-Biedenkopf - einfach an? Na das wäre aber recht „kleptokreativ“...!

 

Was ich früher als kleptokreativ bezeichnete, wird in der Biographie von Sabine Kippenberger über ihren Bruder häufig als „die Kippenbergerisierung der Welt“ gedeutet & erklärt, es heißt ganz simpel: Aus Fremdem, aus anderen Gedanken etwas Eigenes zu komponieren, es sich anzueignen (u.a. Literatur, Städte, Menschen), um etwas NEUES daraus zu schaffen. Naja: Ich habe schon blödere Konzepte gekannt!

 

Gedankenblitze: Was, wenn Hoffenheim Meister wird? Dann muss ich mein Versprechen einlösen! Ich bin leider, leider, leider erst auf Seite 308 der Kippenberger-Biographie, eigentlich sollte ich ja lesen.... was wäre denn los, wenn alle schreiben und keiner mehr liest? Irgendjemand muss das ganze Zeugs (Buch-Neuerscheinungen, Blogs, e-Kolumnen) ja auch lesen. Man muss sich entscheiden. Ich entschied mich heute für’s Schreiben. Man muss sich halt entscheiden. Auf den Fußball bezogen ergibt sich die Frage, wie man Hoffenheim einschätzt, damit umgeht, was da geschieht, wie man sich dazu positioniert. Das ZAG hat wie immer eine kristallklare Meinung dazu:

 

 

"ich hab den fußball dafür geliebt, daß eben nicht immer zwangsläufig der bessere gewinnt, der stärkere, besser vorbereitete, reichere, stromlinienförmigere. fußball war immer das große andere, unberechenbar."

 

 

Ein glühender Borusse und KK-Besucher entgegnete darauf: „Doch heißt ‚unberechenbar‘ nicht: ‚Für die zweite zu stark, für die erste Liga zu schwach?" Ist das nicht laaaangweilig auf die Dauer? […] Abstieg als Dauererscheinung schleift die härteste Fanseele glatt, wetten?“ Ich werde auf jeden Fall in den künftigen Kolumnen den Proletensport ausklammern, auf Dauer ist dieser Director's Cut von "Täglich grüßt das Murmeltier" einfach nicht mehr auszuhalten. Will sagen: Keine Ausführungen mehr zu meinem Leib-und Magenumdrehverein. Bis auf Widerruf!

 

Überhaupt: Was heißt denn in den heutigen Zeiten noch glatt, was schon unberechenbar, wenn doch Frank Schirrmacher in der letzen Ausgabe der Samstags-FAZ als Weihnachtsgeschenk u.a. diese Gesamtausgabe empfiehlt? Peter Hacks, „Werke“, Erster bis fünfzehnter Band, Eulenspiegel-Verlag Berlin 2003, geb., 450 EURO. Und was ist glatt, wenn die Vorhut der das Fahrziel vorgebenden Recruitingveranstaltung, ein Franzose (!), mir eben per BleiBeere folgende Botschaft aus Brüssel schickte: „mir gibt übrigens zu denken daß die leute mir hier auf englisch antworten obwohl ich sie auf französisch anspreche... entweder das liegt a.) am eu-viertel b.) an meinem fehlenden wallonischen einschlag c.) an der rasanten weiterentwicklung des französischen, die ich wohl verpasst habe!“ Tja, wir alle verpassen so viel, jetzt widme ich mich erst einmal wieder dem Kippibuch – bin auf Seite 319 und muss noch gut 260 Seiten lesen, aufarbeiten, verstehen… ob das eigentlich als Partie #11 gilt? <lesen></lesen>

 

Folgende vier Dinge wurden mir in der Zeit bis Bruxelles-Midi klar:

 

1. Ich benötige einen Assistenten für meine künstlerische Arbeit.

 

2. In Belgien liegt jetzt schon verdammt viel Schnee. Das ist falsch!

 

3. Ich muss mich noch hemmungsloser der Ideen Anderer bedienen.

 

4. Dringend das Buch „Gitarren, die nicht Gudrun heißen“ antiquarisch besorgen! Als großer Freund von Gegengeschäften bin ich gerne auch zum Tausch bereit und biete Brevier für motorisierte Lebenskünstler. Ein Wegweiser zu kultivierten gastlichen Stätten", Band I Süddeutschland, Umschau Verlag, Frankfurt am Main 1956 an...

 

Nachklapp: Mit meinem gefürchteten Drei-Wort-Französisch wieder recht gut durchgekommen und mir wurde auch in der gleichen Sprache geantwortet.... was wiederum den Kollegen sehr irritierte.... ich habe nichts mehr zu sagen, außer: Manchmal ist echt wichtig & richtig, meinungsstark zu erklären, wer wo wie im Leben steht, dieses Agieren heißt wohl "remonter les bretelles" (sofern vorhanden). Und nun - ich wäre gerne live & in Farbe vor Ort - wünsche ich, als verhinderter Networkmillionär...

 

Euch eine schöne Weihnachtskneipe (rot) / schöne BGW-Weihnacht (blau) & einen erholsamen Sonntag, Euer Schomberg