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Begegnungen und Gedanken im ICE... (II)


Noch 'ne Bildausgabe traue ich mich nicht, der Besinnungsartikel über die Modefans ist auch noch nicht fertig, was erscheint nach der Ausgabe "Begegnungen und Gedanken im ICE... (I)" naheliegender als eine Sequel? Vor allem, weil ich einen Freien Mitarbeiter, nennen wir ihn einfach mal "Klausao" für das Konzept der ICE-Begegnungen gewinnen konnte. Ergo muss es weitergehen und er wusste auch einige spannende Miniaturen beizusteuern.... von dem Alltime-ICE-Namens-Favoriten Bum Krüger - der alleinig auf Klausaos Mist wuchs - gar nicht sprechend.... aber das werde ich zu toppen wissen, gebt mir drei, vier Ausgaben Zeit. =:-|o

 

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Damals, zur lange vergangenen EURO 2008, erhielt ich eine SOS-SMS aus dem ICE Eric Sylvester: "Wie steht es bei ESP-ITA? Auch gestern 7 (!) Stunden von Hannover nach Köln gebraucht. Sie haben uns in Dortmund auf ein Abstellgleis mit Funkloch geschoben. Innerhalb kürzester Zeit kam mir der Gedanke, daß diese Menschheit es verdient hat, unterzugehen. Ich kam mir vor wie in der Landshut. Habe einem Prügel angedroht, der ernsthaft vom Schaffner verlangt hat, Freibier auszuschenken. Szenenapplaus bekommen. Nur ein gewonnenes Halbfinale kann mich aus dieser Donald Duck-Zeitschleife erlösen, in der ich mich gerade endlos loope." "Aber gerade in solchen Situationen kann die beste Lagerfeuergesellschaft entstehen", entgegne ich. Und weiß es eigentlich besser.

 

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Beim Verlassen des ICE Annette Humpe habe ich es am 27.06.2008 mit eigenen Ohren gehört: "Fang mich doch, Du Eierloch!". Lautquelle waren zwei ca. neunjährige Mädels, Gleis 18, Düsseldorf-Hbf, 07.55 Uhr. Es gibt noch Widerstand gegen den Werteverfall. Wenn Kinder trotz Globalisierung und Web 2.0 noch richtigen Plumperquatsch machen, dann ist noch nicht alles verloren. "Fang mich doch, Du Eierloch!", das letzte Mal habe ich das bei der Lesung aus Gedächtnis-Canneloni © gehört.

 

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Benötigte mit ICE Fips Asmussen von FF-Fernbahnhof bis zum Hauptbahnhof Frankfurt am Main 25 Minuten. Standen debil an der "Commerzbankarena", wie man als Girlandenmensch sagt. Dann die Durchsage: "Aufgrund einer Weichenstörung verzögert sich unsere Abfahrt noch um wenige Minuten, wir müssen uns wie die anderen Züge hinten anstellen."

 

Tolle Vorstellung, Zugbegleiterboy:

 

"So, alle ICEs stellen sich jetzt in Zweierreihen auf und packen sich bei den Händen. He, ICE Bum Krüger, ICE Hoimar von Ditfurth, nicht quatschen und ab ins Glied! Sonst gibt es Popoklatsch mit Anlauf, ihr kleinen Schienenracker!"

 

Und: Werden wir etwa gegenüber dem Eurocity Divine gleich-, und damit, nicht bevorzugt behandelt?? Erschütternd.

 

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Uff, puuuuh, Riesenverkehrschaos in Ffm... mit Verspätungen von 70 min. plus.... auf den letzten Drücker noch den ICE Joachim Fuchsberger erhascht, er fuhr aber auf Gleis 9 ab, nicht auf Gleis 7... dem Gleisanzeiger war keine Info zu entlocken, aber die mobilen Wasserverteiler in den DB-Leibchen - und ich meine nicht Hertha BSC Berlin - waren kein gutes Zeichen.... ich hasse die Bahn... vollgeschwitzt, -gehetzt, - genervt bei 35 Grad die Röhre noch erwischt und festgestellt, daß ich nur noch über eine Barschaft i.H. von einem Euro verfüge und kann mir noch nicht mal ein Wasser / Cola / Bier im Bordbistro besorgen.. zum Lesen habe ich außer einem Zehn-Seiten-Ausdruck von Lottmanns Blog auch nichts dabei... bin sehr, sehr genervt... und Zeit zum Mittagessen hatte ich auch nicht... deshalb...

 

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... im ICE Lion Feuchtwanger über dämliche Verspätungsgründe nachgedacht: "Aufgrund der hohen Zugdichte wird sich die Abfahrt verzögern". Vor allem, dass ich unlängst mal wieder "auf Grund der hohen Streckenauslastung" Verspätung hatte. Was man wohl übersetzen muss mit "Wir lassen leider mehr Züge fahren als auf die Schienen draufpassen" oder so? Die anderen Favoriten sind "wegen Personen im Gleisbereich", "spielenden Kindern im Gleisbereich" und neuerdings "Auf Grund eines unbefugten Eingriffs in den Bahnverkehr". Einer meiner Alltime Marburg-Franfurt/Main-Favoriten ist & bleibt "Wegen Kühen in den Gleisen halten wir auf unbestimmte Zeit!" (gerne genommen zwischen Marburg-Süd und Gießen). Obwohl: "...wegen eines Böschungsbrandes" ist auch gar nicht soooo schlecht. Vermutlich haben die Zugbegleiter einen Handrechner, der via Ramdom die Verspätungsmeldungen generiert. Auch sehr nett ist: "Wegen unpünktlicher Übergabe aus dem Ausland verspätet sich der Zug." Hat man in Düsseldorf und Trier häufiger… Dennoch den Airbus Auge von Bregenz so gerade erreicht.

 

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Habe mir 'nen halben Tag freigenommen, um 16.45 Uhr den Westhafen verlassen und in Ffm-Hauptbahnhof um 17.04 Uhr den 16.10er-ICE Helmut Fischer bestiegen... der 'ne Stunde Verspätung - aber eine völlig aufgedrehte Klimaanlage - hat, nach dem Schwitzen bei 26 Grad im Dreiteiler ist die Kopfgrippe damit vorprogrammiert!! Und wie ich der Ansage der ebenso genervten Zugbegleiter entnahm, der Halt in Frau-sucht-Montabaur auch. Das Böse muss nicht immer die Squadra Azzurra sein... ;-)

 

Da es wie immer sehr unorganisiert zuging, sind wir vom dann doch pünktlichen ICE Rosa von Praunheim gerade in Limburg-Süd überholt worden. Stehen in Limburg, halten in Montabaur. Wo wir noch ein bisschen warten. Föderalismus ist nicht immer schön. Mannoman, die Bahn soll ruhig an die Börse gehen, dann mach' ich die zum Penny-Stock. 60 min. Verspätung. Dafür fährt der Zug aber entgegen der Vereinbarung bis Köln-Hauptbahnhof. Und hält nicht in Deutz. Dieses Fernpendeln zerrt an den Nerven. Und mein Nacken wird auch lansam steif! "Ich gebe meine Nerven in Kommision.", gez. Dr. A. Mok.

 

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Ich fahre gerade mit dem ICE Enno von Löwenstern aus der Stadt des Bundesschützenfestes in die Metropole des Christopher Street Days. Bin schon sehr gespannt auf die hoffentlich doch stark changierenden Impressionen. Den ganzen Tag Sozialstudien rund um den Schützenplatz durchgeführt. Zum Teil sehr befremdliche Rituale beobachtet. Ich verlasse den Zug und betrete einen Bahnsteig vollbesetzt mit Männern in Frauenkleidern. Ich war wieder daheim.

 

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Kopfschmerzende Rückfahrt nach dem Marktfrühschoppen mit dem ICE Rolf Königs... Das Sprachrohr der Food-Crossellingeffekte preist die Erfrischungen an, und es klingt viel zu laut in meinem Ohr, wie früher die 200-Phon-Strafraumanweisungen von Harald "Toni" Schumacher: "Heute im Angebot in unserem Bordbistro: Salat griechischer Art mit Tomaten und Federkäse." Was zur Hölle ist denn "Federkäse"....? Der Link will mir einfach nicht gelingen, dafür gibt es Gründe.... und dann, ja dann, dringt es an die Synapsen, der ICE kommt aus Würzburg und "Federkäse" scheint der fränkische Ausdruck für FETAkäse zu sein....

 

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Im ICE Sabine Christiansen erreicht mich noch die e-mail als Leserinnenreaktion auf Ausgabe 201: Klasse! Besonders die Experimente gefallen mir - auch wenn 1 Pflanze von zweien immer draufgeht. Das übt. Bin mal gespannt, ob die Gladiolen es bis zur Blüte schaffen. Ich habe ja ein ähnliches Experiment mit Lupinen im Balkonkasten gewagt - die kommen aus dem Zwergenstadium nicht heraus, weil sie einfach zu wenig Wurzelraum haben. Aufgeben ist feige, also weiter so. Ich komme auch gern mal zur Tomatenernte vorbei. Sehr schön. Ich glaube "Lupinen im Balkonkasten" werde ich mal anderweitig verwerten... vielleicht reicht es ja auch zum vierten Zeitzeugenbericht auf "einestages"...?!

 

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Und dann war da kurz vor der Veröffentlichung noch die Spitzenleistung, den ICE Erwin Kostedde im Schrittempo auf der Hohenzollernbrücke entgleisen zu lassen. Einfach: Weil sie es können. Und doch werden ungute Erinnerungen wach.

 

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So, ich muss mich jetzt auf den VI. Kalker Kaffee (Orga, Texte) konzentrieren, demnächst wieder im bekannten Lichtspielhaus, Euer Schomberg.