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Schombergs Welt
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Bekenntnisse verhaltensauffälliger Unterschichtlicher....



Habe die Farbmischerdienstleistungskraft im Bauhaus ("She's in Parties!") genau & investigativ befragt, wie dieser Farbenmischautomat funktioniert, er öffnete sogar den Deckel für mich und zeigte mir das Innenleben, weil er mein authentisches Interesse und die Begeisterung spürte, siehe auch "Sendung mit der Maus - Die Akademikerausgabe".




Hier begehe ich das fertige Werk, eine Wand, ganz in der Tradition Sisyphos / Möllemann ("Watt man vorne aufbaut mit dem Hintern wieder umreissen etc.") karminsolrot gestrichen, einmal daran gekommen, sofort ein grauer Schleier, lackiert, gestrichen, Leisten ab, alles nochmal lackiert, fleckig geworden, nachgestrichen, so schnell können vier Tage rum sein




Diese Fussballtoilettendeckel sind wirklich für den Arsch!




Profikneipe. Eine richtige Profikneipe fuer die autochthone Bevölkerung ab 60+. Das Kölner Pendant zum Biertunnel in MR, wie mir scheint. Demnächst von einer Exkursion mehr.... Und weil ich ja keine Scham mehr kenne: So haben wir am 05.03.2006 die Kueche gestrichen....




... und so sah angeblich unsere Silingen-Küche in Köln auch aus, als, ich zitiere Faust, "Deine Kartellis aus Wü. da gerockt haben...". Moderne Städtereklame (I), heute: Bonn - "Es gibt kaum Jägermeisterrazzien am Stadion-Einlass."


 

Then they go to Rough Trade / To buy Siouxsie and the Banshees / They heard John Peel play it / Just the other night /

They'd like to buy the O level single / or Read about Seymour / But they're not pressed in red / So they buy The Lurkers instead

(TV Personalities)

 

.... nein, die Kolumne hat nichts mit den normalen Radau-Talkshows zu tun, noch mit der erfreulichen Abnahme der Talklochokratie. Der Titel gefiel mir einfach gut. Und ob des Feedbacks auf die Grupieh-eMail an Wagner und verschiedene Beiträge in Foren, in die ich die Frohe Botschaft brachte, hat mir das ZAG Cölbe endlich ein Argumentarium an die Hand gegeben. Ergo: Heute geht es nur um die Kunst, um Dinge, die schön anzusehen und schön lesend zu konsumieren sind, aber darüber hinaus völlig nutzlos.

 

Ansonsten war Karneval 2006 echt die Hölle, ich habe ihn renovierend, malernd, abklebend (also "tragisch, faustisch, deutsch" resp. "logistisch, geheimdienstlerisch, aufklärerisch" - dazu später mehr!) und in Baumärkten (sic!) verbracht, und dies, obwohl mich in Baumärkten körperliches Unwohlsein befällt, insbesondere im Praktiker, wobei jeder weiss, dass der Theoretiker meine Welt ist! Dann geschah das, was alle Jubelsturmjahre geschieht: "Und doch nicht ganz, denn kurz bevor er sein Tagwerk beendete, fühlte er sich wie Luke Skywalker beim Treffen des imperialen Lüftungsschachtes, nachdem er eine Zigarette noch vor dem Pinkeln, 50 cm vom Klo entfernt, in den Flachspüler geworfen hatte und diese - ohne anzuecken - mit einem Zischen im Abflußrohr erstarb. Scheinbar gibt es nur noch in Deutschland diese unappetitlichen Toiletten und die Herrschaft der Talkshowguckenden, ungebildeten Massen: Talkochlokratie." Das ist auch der Grund für Schombergs Welt, es ist keine Selbstbeschau, keine "Bauchnabelschau nach dem Motto: 'Hach, was bin ich für ein spaßiger Spaßvogel!'", nein, es ist der Versuch, zu überleben, auch wenn ich nicht immer alles ernst meine. Vielleicht "ironisch gebrochen", klünge dies nicht so schrecklich nach Roger Willemsen. Es ist so ähnlich wie Wagner, nur nicht so künstlerisch. Wagner, ein für alle mal, das ZAG hat es mir in die Feder diktiert, sein Tun, Schreiben & Handeln: Es ist verdammt nochmal Kunst: Wie oben angerissen, eben schön anzusehen, aber ansonsten vollkommen nutzlos! MIR geht es nicht um die Person / den Lebenswandel / die Inhalte (naja, manchmal), ich interpretiere Wagner nur textimmanent, als Chefanglophiler würde ich es ein "alkoholinduziertes L´art pour l´art" nennen. Wenn er zur BND-Affäre einen Brief an Schröder schreibt und ausführt,

 

"Ja, aber wenn die Enthüllungen der "New York Times" stimmen, dann befand sich unser Friedenskanzler mitten drin in der Höhle der Kröten und Schlangen. Sein Nachrichtendienst, der BND, soll Seite an Seite mit Bushs Soldaten gekämpft haben. Logistisch, geheimdienstlerisch, aufklärerisch.  Meine Enttäuschung darüber ist deshalb so groß, weil ich ein guter, friedlicher Deutscher sein wollte. Herzlichst Ihr F. J. Wagner",

 

ja dann kann man seine Verbitterung und ehrliche Trauer beinahe mit den Händen greifen!

Und CAFH, der einzig legitime Wagnerinterpret, kommentiert dazu treffend: "Logistisch, geheimdienstlich, aufklärerisch. WARUM SAGT ER ES DANN NICHT GLEICH???  Tragisch, faustisch, deutsch. Siehe auch "Rossini". (...) Um dann empört fortzufahren: "So weit isses gekommen, jetzt diskutieren wir hier schon die Inhalte und die Person. ES GEHT UM DIE FORM!!! KUNST, UM DER KUNST WILLEN!!!  Die Inhalte sind völlig gleichgültig. Die zählen nur als Funktion der Form.  Es geht hier nicht um Wahrheit, es geht um Schönheit. Substanz ist egal. Meinung ist wichtig. Hermeneutische Grüße, C."  Nur jemand, der Kinderbücher so schön dekonstruieren kann, darf so etwas schreiben!

 

Seit dem ich im Rahmen der R-Arbeiten (Operation "R" - Die Gabel ist gefallen) eine Holzleiste von 1959 entfernte, bin ich profund über die Tapetenmode der Endfünfziger und Mittsechsziger informiert - seit dem hat niemand mehr die Holzleiste entfernt... Ekelissschkeitspokal! Passend dazu: Eine Kollegin erzählt von Ihrem Urlaub auf Mauritius, "das ist so toll da, da leben alle Religionen friedlich nebeneinander..." "Ah, wie in Kalk..." Und wie sooft macht mich ROT fertig. Diese Wand, wenn Du da nur daran kommst, wenn Du nur an sie denkst, sofort ein grauer Streifen, und dann so 'ne bizarre Imprägnierung, die sich nicht ordentlich flächig verteilen lässt, bzw, noch schlimmer, für deren Auftrag man Geduld (sic!) benötigt! ... da kommt man sich dann vor wie 'ne Dragqueen aus der Eifel in einem 4711-Kleid - Bizarropooookaaaal! Man wird überhaupt so unsicher (Karikaturen olé!), was ein Geh und was ein Nichtgeh ist: Während der Operation "R" in der benachbarten Dönerbude (Gutes Material für 1,90 Euro) gewesen und sechs Döner (für sechs Personen!) gekauft, drei Hühnchendöner, drei mit Lamm. Und dann habe ich wirklich kurz drübernachgedacht, WIE, ja wie ich es formuliere, "Ähem, Entschuldigung, können sie die Hähnchendöner bitte markieren, naja, mit nem Kreuz oder so"... und wieder eine Klippe auf der hohen See der Kulturmißverständnisse umschifft.

 

Habe am Samstagabend, nach der Durchtapezierung von 105 m2-Wohnraum, einen begleiteten Ausflug in die Ethnologie gemacht (Teilhabende, nicht -nehmende Beobachtung!) und war in DER Profikneipe Kalks, dem KRONPRINZ. Unglaubliche Szenen. Vor allem, nachdem ich einen Eingeborenen nach dem Äffzeh frug, er meinte „Wir haben 4:2 in Berlin gewonnen!“ und ich entgegnete, „Das ist ja super, ich will ja, dass Ihr drinbleibt, aber ich bin Jlabbacher!“, ja da war KIRRRRRRRRRRRRRMES angesagt. Der Abend beinhaltete eine Persiflage (?) auf "Traumhochzeit", samt Hammondorgelspieler und Alleinunterhalter und schlechtgefärbten Mittfünfzigerinnen, die laufend den Geldspielautomaten fütterten und billigen Sekt tranken.... Mal sehen, wann ich mental für die nächste Exkursion bereit bin! Und dann muss man manchmal zwanghaft etwas verrückt Selbstzerstörerisches tun, beispielsweise den Namen "Mandy" oder "Doreen" bei einer Suchanfrage in OpenBC eintippen und die Bildungsbiographien des Ergebnisses studieren...

 

 

Liebe Grüsse aus der grünen Hölle der mässig talentiert vorgetragenen Renovierung, Euer Europapo-Heiko (Verschwörungswitterungsboy & Amateurultra!).