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U-Bootklappbrote ueber Duesseldorf!

In meinem Arbeitszimmer bin ich Kapitaen!!!! 

Mein Arbeitszimmer im romantischen Kalk...

 

Tja, endlich kann ich zurück in ein einigermassen selbstbestimmtes Leben und bin durch Ausscheidung nicht mehr dem Fußball ausgeliefert. In meinem Arbeitszimmer habe ich mir vor Wochen, ach, Monaten, eine feine Couleurecke eingerichtet. Da Frau Z. ja nur mässig corps- und fobbesaffin ist, war es besser so ;-)) So kann ich mich bei Bedarf nach einem anstrengenden Tag mit einer guten Zigarre in mein Refugium zurückziehen und Nachwuchskonzepte der analogen Art entwickeln. In letzter Zeit finde ich corpsstudentisch ja leider nur noch digital statt. Da höre ich dann, bei einem guten Glas Wein couleurstudentische Musik aus dem Kassettenrekorder, beispielsweise die Audiokassette (sic!) von 1980 (sic!) "Studentenlieder" der St.V. Teutonia Chemnitz zu Gummersbach im BDIC. Mein Arbeitszimmer hat auch einen Stromanschluß, jenseits der Waschmaschinenbetreibung.

 

Doof nur, das in meinem Arbeitszimmer noch eine Waschmaschine steht und das Licht nicht so gut ist, wenn ich die Tür zumache. Ja, jetzt muss ich mich kolumnenverfassend langsam und über mein Arbeitszimmer schreibend von der Tagebuch / Blog-light-Variante entwöhnen, es fällt ein bisschen schwer. Ich muß mir die bundesrepublikanische Normalität neu erschreiben. Denn was wird bleiben von der WM-Partystimmung? Was nehmen wir an neu-deutschem mit für die schreckliche Zeit bis zum Begnn der EM 2008 (wieder so ein unguter Rückfall!) Genau wie die Entwöhnung von der WM - gibt es irgendwo Fußballpflaster zu kaufen? Ich kann heute übrigens sehr gut & laut und vernehmlich Kaugummiknatschen, Kampfknatschen, quasi! Aaaaargh, diese Stimmen, diese Stimmen! Naja, wie sieht das eigentlich mit der steuerlichen Absetzbarkeit des Arbeitszimmers aus? Und wie kriege ich einen Rechner und einen W-Lan-Anschluss auf die Waschmachine? Wer sich übrigens über den albernen Kolumnentitel beschweren will, der sei auf diesen Artikel verwiesen - nach der Lektüre drängte er sich förmlich auf! Sonst hätte ich diese Ausgabe von "Schombergs Welt" am Ende noch "Mein Arbeitszimmer" oder so ähnlich nennen müssen. Wer will das schon? Richtig!!

 

Und doch sei mir noch eine kurze Fußballnachbemerkung erlaubt, man kommt so schwer nach 'ner WM von dem Zeuch runter: Es ist schon komisch, vom Emotionalen geht mir im Deutschland immer näher als die Borussia, das 2004er-Halbfinale in Aachen natürlich ausklammernd. Es ist bei Deutschland eher so auf 'ner Metaebene, da verbinde ich auch viele Kindheitserinnerungen mit, vor allem an die WM 1982 und 1986. Deswegen werde ich mich wohl auch nie mit schönem Fussball anfreunden können, weil ich mit Briegel, den Förster Bros., Dremmler et al aufgewachsen bin. Und weil ich bei Borussia das Scheitern immer mitdenke und im Kopf habe. Mit Deutschland durfte ich schon einmal Weltmeister und dreimal Vize werden....

 

Selbst bei der Suche nach Einrichtungsideen für meine kleine Kemenate, wurde ich leider, leider nicht fündig, obwohl man in "dem Internet" angeblich alles findet. Immerhin die "Stilberatung bei Heine" war recht aufschlussreich - wenn auch nicht mein konkretes Arbeitszimmerproblem lösend. Sportsfreund Martenstein, der u.a. für die ZEIT eine Kolumne verfasst, hat unter den 80 regelmässigen Kolumnisten in der Bundesrepublik drei besonders hervorgehoben, die seine persönlichen Helden sind: Harry Rowohlt, Max Goldt und, taraaaaaaaaaa, Franz Josef Wagner, sehr schön & nur zu unterschreiben hierbei seine folgende Formulierung: "Im Laufe der Zeit bin ich, zuerst widerwillig, dann immer williger, auch ein Fan von Wagner geworden. Wagner treibt mit wenigen Paddelschlägen den Boulevardstil über seine Grenzen hinaus, er führt sein Kanu tief hinein ins Meer des Wahnsinns." (Harald Martenstein)

 

Ich lese gerade sein "Tagebuch eines Endverbrauchers" Vom Leben gezeichnet, das mir ausnehmend gut gefällt und das jedem hiermit und mit Nachdruck ans Herz gelegt sei! Kaufen! Vielleicht sollte ich Herrn Martenstein mal anmailen, wenn ich eine Schreiblockade habe.

 

Ich bin mittlerweile der Meinung, dass "U-Bootklappbrote ueber Duesseldorf!" ein ziemlich doofer Titel für eine Kolumne ist, aber da wie oben erwähnt, "Mein Arbeitszimmer" keinen vom Hocker reißt und deswegen lass' ich es so wie es ist. Mich deucht ohnehin, ich habe diesen Titel schon einmal verwendet, naja, ich muß mich jetzt erstmal fußballfreischreiben.... lieber repetetokreativ als gar nicht und immerhin besser als der Titel "Wir bekommen 'nen Sekt von der Heimleitung spendiert", "Beachvolleyball im Regen" resp. "Die Welt als Wille und Vorstellung" oder auch "Heilfasten im Anschluß an die Weltmeisterschaft". Mein' ich ma' so. Alles andere wäre das Ende!

 

Beste Grüsse & eine gute Woche, bis bald wieder im bekannten Digitallichtspielhaus, Euer Schomberg (Weltmeister der Herzen!)