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Fahrgaststrommessung!



Nachdem es Mehdorns Mannen zum wiederholten Male geschafft haben, mich zutiefst zu verärgern, sollte man eigentlich intensiv darüber nachdenken, einen Flugshuttleservice zwischen Cölbe-Schönstadt und Mönchengladbach einzurichten. Den richtigen Flieger hätte ich auch schon ;-)) Dank an Ulle für die Zusendung dieses grandiosen Landeanflugs!




HIIIIIIIIIIIIIIILFE!!! Sie haben nicht Kenny getötet - nein, Mehdorns Mannen haben den R-S-E getötet! Kaltblütig, mit einem aufgesetzten Fahrplanwechsel!




Nachtrag: "Der 'Schwarze Blitz' der CDU Marburg gewann das Parteiendrachenbootrennen! Nach einem klaren Sieg im Vorlauf über das 'Red Submarine' der PDS konnte man in einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen knapp gegen den 'Grünen Pfeil' von Bündnis '90 / Die Grünen gewinnen. Wieder einmal sorgte die CDU dafür, dass Geld gespart wird: Hätten die Grünen zum dritten Mal hintereinander den Pokal gewonnen, so wäre er in ihren Besitz übergegangen. Ein Team von 21 Frauen und Männern wusste dies auf der Lahn zu verhindern ;-)" Abdruck mit freundlicher Genehmigung von H.Schomberg. Vielleicht wäre dies eine akzeptablere Methode, über Lahn, Sieg, Rhein und Niers direkt und ohne Umsteigen und Zwangsaufenthalte an den Bökelberg zu gelangen. Nur wer trommelt?!


 

Sie haben nicht Kenny getötet - nein, Mehdorns Mannen haben den R-S-E getötet! Kaltblütig, mit einem aufgesetzten Fahrplanwechsel! Oder pointierter gesprochen: "Gerade die gebildesten Menschen können die einfachsten Dinge nicht verstehen." (B. Begemann)

 

Rückblick im Zorn:

 

1998: Helmut Kohl ist Kanzler. Der Regionalexpress, der legendäre Rhein-Sieg-Express, fährt die Strecke Giessen - Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach spielt in der ersten Fussballbundesliga. Es gibt keinen Dosenpfand. Alles ist gut.

 

1999: Gerhard Schröder ist Kanzler Mönchengladbach wurde abgekoppelt, die Seidenstadt aufgewertet. Der Regionalexpress fährt die Strecke Giessen - Krefeld. Borussia Mönchengladbach spielt in der zweiten Fussballbundesliga. Es gibt noch keinen Dosenpfand.

 

2003 (I): Gerhard(o) Schröder ist immer noch Kanzler. Der Regionalexpress fährt die Strecke Giessen - Krefeld. Borussia Mönchengladbach spielt in der ersten Fussballbundesliga. Das Dosenpfand, das Verbrechen am mobilen Biertrinker, wird eingeführt. Dosenbiertrinken wird zum Privileg der Haute Volée.

 

2003 (II): Gerhard(o) Schröder, Kanzler, Niedergang, etc. Der Regionalexpress fährt die Strecke Giessen - Aachen! Aachen? Weil kaum Verkehrsverbindungen von Köln nach Aachen führen??? Der Regionalexpress 9 bedient nun die Strecke Giessen - Aachen, der Regionalexpress 7 die Achse Rheine - Krefeld. Nur bei Verspätungen ist der Anschluss in Köln resp. Neuss überhaupt zu erreichen, mit 30 Fussballanhängern jedoch undenkbar. Das bedeutet Zwischenstop in Köln-Ehrenfeld. Borussia Mönchengladbach spielt die letzte Saison am Bökelberg. Das Dosenpfand führt dazu, dass dieses Material wegen Auslistung im Einzelhandel kaum noch zu bekommen ist. Eine sehr virulente Dosenbierdealerszene breitet sich selbst in Marburg aus.

 

Die eMail des Verfassers des noch legendäreren Artikels über den garnicht genug zu lobenden Rhein-Sieg-Expresses mit dem Titel "RSE die Gründe", brachte die Erhellung, ich zitiere aus der eMail:

 

"Ich habe eben in meiner Eigenschaft als Journalist bei der Pressestelle der DB in NRW angerufen. RE9 (unser RSE) und RE 7 haben ab Köln die Linie getauscht. RE 7 fuhr bis dato Rheine - Aachen und RE 9 Gießen (Siegen) - Krefeld. RE 9 fährt jetzt Gießen (Siegen) - Aachen und RE 7 Rheine - Krefeld. Grund ist eine Analyse der Reiseströme. Die Bahn geht davon aus, daß durch diese Änderung in Köln weniger Leute umsteigen als vorher. Als ich dem Pressemensch sagte, daß die Bahn durch die Entscheidung für den Abriß des Kölner HBF durch in Notwehr handelnde Borussia-MG-Fans entschieden hat, wurde er sprachlos und etwas konsterniert. Ich habe ihm die Problematik der samstäglichen Fahrten nach MG geschildert und er sagte, daß die Bahn auch weiterhin die Reiseströme analysiert, jetzt wäre das aber erst mal so. Nun gut, steigen wir halt in Deutz bzw. Ehrenfeld um - so what!

 

 

So what?!

 

 

Was für ein protofaschistisches Wort: Fahrgaststrommessung! Nur unser Volk kann so etwas fertigbringen - von dem Kulturverlust "Flachspüler" nicht sprechend.

 

Dies löste selbstverständlich Reaktionen aus:

 

"Also wenn ich mich an diverse Fahrten zum Müngersdorfer Stadion richtig erinnere, ist direkt am Ehrenfelder Bahnhof ein Mc Donald's, Kneipen gibt's da auch genug, da kam man bloß nie rein, weil es dort nur so von Polizei-Mannschaftswagen wimmelte. Gut, aber Köln spielt ja wohl nicht gleichzeitig mit uns daheim. Gruß, T."

 

Oder "Ich bin mir zu 100% sicher, daß wir rein instinktiv das mit Abstand dunkelste Loch (ich meine Kneipe!) in ganz Ehrenfeld finden und nicht mal suchen müssen."

 

Was wiederum eine sehr drastische Reaktion provozierte, Fussballsympathisanten mögen es gerne klar: "Da gibt's dann aber nur Ziegenpissse in den kleinen Gläsern ? Wir rufen dann Helau, wir wollen ein Alt ?"... wobei mir dieses Vorgehen wie eine Einwilligung in die Selbsttötung vorkommt...

 

Und dann ist da noch der Tagtraum, der mich seit dem 09. Juli 2003 verfolgt. Das Telefon klingelt, ich gehe ran und muffel mein "Schomberg, ja?", auf der anderen Seite heisste es "Mehdorn, darf ich Sie einen Augenblick stören?", ich bejahe, er sagt:

 

"Menschen machen Fehler. Menschen irren sich. Auch ich habe Fehler gemacht, auch ich habe mich geirrt. Das soll nicht mein Verhalten relativieren oder gar verharmlosen. Ich sage es nur, weil ich erklären möchte, dass auch ich nur ein Mensch bin."

 

Hmmh, es ist eigentlich mensurähnlich und Dritten nur schwer zu erklären, was man als Fussballsympathisant so alles auf sich nimmt. Man ist halt häufig genug "Gefangen in der Wortspielhölle von Borussia Mönchengladbach".... der Scan wird nachgereicht.

 

Enden möchte ich mit einem wichtigen Zitat aus der Weltliteratur, das sich mit der Schönheit der neutralen Rhein-Alpen-Schweiz vor 1989 auseinandersetzte: "Auch wenn es heute kaum noch einer glaubt: Es war wie im Kalten Krieg. Auf der einen Seite Bayern München, die ganz Deutschland zeigen wollten, dass alles käuflich ist. Münchner halt. Auf der anderen Seite die Borussia aus Mönchengladbach. Über dem Bökelberg schwebte der Geist des Guten. Es war schon 'politisch korrekt' Fohlenfan zu sein, bevor es den Begriff überhaupt gab." (Aus: Lucht, Marko und Udelhoven, Dirk, "101 Gründe ohne Fussball zu leben", 1. Auflage, Kiel 2000. Naja, die letzte Aussage muss man - wie immer in der Wissenschaft- kritisch beäugen...

 

In diesem Sinne fordere ich als Hausfrau: Mehdorn mangeln! Bahn bügeln! Wut und Widerstand zu Bier verwandeln! Gruss, Euer Schomberg.

 

 

P.S.: Kennst jemand einen guten Merchandisingshop in Sevilla?!?!