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Krawattenschalkraft! (inkl. Eurythmie)



Falte, falte nur ein Weilchen, dann kommt Mr. Niven auch zu Dir ....

 

Moinsen!

Auch ich bin manchmal zur Selbstreflextion fähig: Ist dies hier eine reine Kolumne? Oder macht es die Möglichkeit der Datenweiterleitung (vulgo Link) nicht eher zu einer Gedankensammlung plus Weblog light?!

Neben dem munteren Austausch von Schmähungen, die einem beim geistigen Austausch mit Conpendlern so durch den Kopf gehen, ist es einfach hochgradig suchtgefährdend (vor dem Schreibhintergrund), zu lesen - seien es Online- oder Printprodukte.

Sofort hat man klare Bilder vor Augen oder Themen, die keinen Zusammenhang besitzen, über die man aber zwingend in seiner Kolumne schreiben will. Watt'n Quatsch "will" - muß! Früher wollte man noch lesen um zu vergessen, beispielsweise das grundlos unterschätzte Werk (schon vor anderthalb Jahren im Gästebuch lobend erwähnt!) A. Lohmayr. Unrat im Kopf oder wie ich lernte den Bundesrat zu lieben", Aufsatz von Schmeck, Martin Elektromotor in: "Mein Jugendfreund, der Alpenclown", Stakk, Arnold W., Biedenkopf 1988, Seiten 82 - 98. (Englisch von Schaumann, Joachim H., "My Youthfriend - the alpia clown, Bad Laasphe 1989, P. 69 - 86). Manchmal las man auch zur Zerstreuung. Und doch stellte sich häufig eine gewisse Fronleichnams-Tristesse ein. Denn: Man muß für alles teuer bezahlen, There is no such thing as a free lunch.

Frankfurt am Main: Wahnsinnig viele wahnsinnig überschätzte Leute tragen wahnsinnig teure + häßliche Krawatten, um in schlecht belüfteten Lofts neben überteuerten, technisch zwar niegelnagelneuen, aber praktisch noch zu nichts taugenden, weil noch unausgereiften Geräten herumzustehen und auf Berater machen. Hoffentlich habe ich auch kein Klischee ausgelassen!

In diesen Momenten der Krawattenreflexion, muß ich schmunzelnd darüber nachdenken, wie ich einmal ein Halstuch (Ascot Tie) trug, um wie David Niven zu wirken. Und alle dem Frühschoppen beiwohnenden Corpsbrüder mich der gleichgeschlechtlichen Liebe zeihten! Es gibt Corpsbrüder, bei denen sieht ein Halstuch sehr gut aus, z. B. Schulte-Altedorneburg II. Vielleicht auch unser Mann in Fulda. Ihnen verleiht es sportliche Eleganz und Seriosität. Im heissen Ringen um ein seriöses Äußeres (gescheitert!) wollte ich also gleichziehen und versuchte mich im Tragen eines Halstuches (im übrigen ein Geschenk des Vorzeigeträgers Sueviae). Hohn und Spott prasselten auf mich herab, zu Beweisfotos kam es nicht, da ich einem Frühschoppler im Stile von Ernst-August, Hannoveraniae, die Kamera entriss, ob des guten Wetters hatte ich leider keinen Regenschirm zur Hand.

Selbst Schmeck, der es versteht zu jedem freundlich & charmant zu sein und selbst die unerfreulichsten Wahrheiten liebenswürdig zu verpacken weiß, teilte mir lapidar mit, das "Schlabberlätzchen" stünde mir nicht. Eine dunkle Zeit. Wo wir gerade beim Kampf um Seriöswerdung und daraus resultierenden Bekenntnissen einen Fussballkonservativen sind, hier nun ein weiteres Outing: Ja, ich trinke Tee! Weil mir der Konsum von 15 - 20 Tassen Kaffee pro (Büro)Tag mittlerweile auf Pumpe und Hirn schlägt. Verträumt denke ich an die Zeit zurück, als ich Schulte-Altedorneburg II häufiger im Turm der Altphilologen besuchte und mir die versammelte (SAD II deutlich ausklammernd) Freakshow Tee offerierte, was ich mit den Worten "Ich bin ein Mann, ich trinke Kaffee! Tee trinke ich nur, wenn ich krank bin und auch dann nicht mal!", dankend ablehnte. Oh Gott, gestern trank ich sogar einen Früchtetee. Ich habe erstmal spontan Diabetes gekommen. Unpolitisch hin oder her - ich fordere das sofortige Verbot für Früchtetees aller Art durch Bundesministerin Künast!

Ein weiteres Verbot muß - ob von Stoiber oder Schröder (Hoffentlich verklagt mich G. Westerwelle jetzt nicht wegen Nichterwähnung....) - unbedingt im Herbst durchgesetzt werden: Das der Eurythmie. Der Forderung der FAZ kann ich mich nur anschließen!

"An Waldorfschulen aber, die oft und bestimmt zu Recht in gutem Ruf stehen, werden die Schüler selbst gezwungen, sich lächerlich zu machen. Die Quälerei hat Methode, seit Rudolf Steiner die Eurythmie, eine Mischung aus Anklängen an griechische Tempeltänze und okkultistisch gefärbten Theorien rund um Kehlkopf und Arme, für sich entdeckte. " (FAZ, vom 24. Juli 2002).

Herrlich, wie (Namen schützen!) "die Schmecke" (* Mai 2002) es auf einem Stiftungsfest verstand, wundervolle deutsche Worte wie "Kotzfleck" in Eurythmie darzustellen. Es war nicht, wie Ole Roth jetzt vermuten würde, 1996, nein, dies geschah im Jahre des Herrn 1993! Nur einige Wochen ist eine andere Geschichte her: Ein auswärtiger Inaktiver, der länger nicht mehr in MR war, will auf's Haus, klingelt gegen 2.00h morgens, ein MC macht ihm auf. Der iaCB sagt: "Mein Name ist Gantenbein, ich würde gerne ein Bier trinken", worauf der MC wahrheitsgemäß antwortet: "Tut mir leid, hier sind keine Schwaben mehr auf dem Haus anwesend" - und ihn nach Hause schickt. Dann werden phänotypische Dinge abgeklärt und der iaCB im Zweitanlauf doch noch hereingelassen. Das passiert, wenn man sich länger nicht mehr in der Leopold-Lucas-Straße 11 blicken ließ! Erinnert mich ein wenig an die Hochzeitsfeierlichkeit Liebrechts in Mannheim vor einigen Jahren, als Knöcke erst im Drittanlauf den Hermunduren klarmachen konnte, auswärtiger Corpsbruder zu sein. Am Band konnte man' nicht erkennen, obwohl er es mehrfach zeigte. Naja - seit dem hat er wieder ein jungfräuliches Band.

Ist mein Opener über Mainhattan eigentlich meinem kruden Geist entwachsen oder habe ich diese Formulierung irgendwo gelesen und via cut'n'paste dieser Kolumne hinzugefüht? Ich weiß es nicht mehr - Bla, Bla, Plagiator! Es bereitet einem Hirnbrausen.

Brainstorming ist so eine Sache. Hier, aus den vielzitierten + gutunterrichteten Kreisen, einige Vorschläge, die als zu wenig kindgerecht abgelehnt wurden, als "Bob der Baumeister" auf dem deutschen Markt eingeführt und positioniert wurde:

 

Bob der Massenmörder

Bob der Fußballhooligan

Bob der Diätenerhöher

Bob der Serienkiller

Bob der Bettnässer

Bob der Totschläger

Bob der Bierbrauer

Bob der Fußpfleger

Bob der Faxe

Bob der Bobfahrer (Kalaualarm!)

 

Bob der Seeräuber und Bob der Biertrinker wurden lange Zeit favorisiert, bis man den fehlenden Bezug zum Tiefbau feststelle....naja, Bob der Biertrinker?! Andere Zeiten, halt! Zum avisierten Beitrag über den Film  "Warum läuft Herr S. Amok? oder Muck rockt Mehdorn", hier nur folgendes - selbsterklärendes - Fax an die Deutsche Bahn AG vom 30. Juli 2002. Damit will ich die Sache erst einmal auf sich beruhen lassen. Weltklasse ist und bleibt der Kommentar des Lokführers: "Ich bin froh, daß jeder die Fassung bewahrt hat und mir niemand an’s Leben wollte."

 

Schreckliche Flashbacks überkommen mich derzeit! Eine sehr schöne Serie war "Die Affäre Semmeling", auch Plumperquatsch - meine alte Kommilitonin aus Düsseldorf - bewies, daß sie einiges an der Schauspielfront gelernt hatte. Wenn ich es richtig erinnere, war ein Teilplot wie folgt aufgehangen: Die TV-Figur Siggi Semmeling hatte sich in der Serie einen Privatkredit beschafft, um die Steuerschulden seines Vaters zu begleichen. Wedel sagte dazu: "Wir haben für den Film intensiv recherchiert. Ausgerechnet der Punkt mit dem Privatkredit aber war frei erfunden." Dazu passt das Editorial in der ZEIT vom 25. Juli 2002, eine Überlegung zur "Krise der Klugheit" im Staat.  "[...] Eher eine Krise der Klugheit in einem Staat, der ohne Makler, Medien und Lobbyisten nicht auskommt. Jedenfalls kann kein Gesetz der Welt einem Minister oder MdB den Umgang mit ihnen verbieten - auch nicht verhindern, dass drei Viertel der Parlamentarier aus Beamtenschaft und Wirtschaft, aus Gewerkschaften und Verbänden kommen, also nicht allein ihrem Gewissen gehorchen. Ein "politischer Salon" à la Hunzinger? Der ist genauso legitim wie Rotarier- und Golfclubs, wo unermüdlich "Netzwerke" gewoben und Interessen verknüpft werden."  Oder anders ausgedrückt: Was uns negativ als "Vitamin B" oder "Seilschaft" angelastet wird, heißt positiv besetzt also "Alumni", "Interessenverknüpfung" oder "Networking", hmm?!

 

Via eMail spielte mir AH Grosser folgenden Text zu, den ich als distanziertes Feedback zu meiner Kolumne interpretieren soll:

"Als Dank habe ich Deine Ergüsse auch mit Verve in mich aufgesogen. Ich finde, Du hast einen Ton gefunden, der den Weg in eine neue Popkultur weisen könnte. Ich habe gestern meine alten Bücher verbrannt, weil sie für mich ihren Wert verloren haben. Im Feuerschein der Bücher rezitierte B. nur mit Tintenfedern bekleidet Deine Zeilen. In Trance getanzt erklomm ich neue literarische Sphären und wollte mich gerade als Menschenopfer Dir hingeben, als ich durch einen bösen Seitenhieb aus meinem Poprausch gerissen wurde und schmerzverzehrt zusehen mußte, wie E. meinerstatt in die Feuersbrunst eintauchte. " Oder um mit Axel "El Hefe" Gloeckle (z.Zt. Mexiko, ETS-London) zu sprechen: "Lieber Heiko, auf meinem 1/4-jaehrlichen Besuch auf Deiner Seite und der von Suevia Strassburg, habe ich deine Kolumne entdeckt. Ich muss ehrlich gestehen dass dein Wortschatz meine Grenzen ueberschritten hat, aber dennoch fand ich es hoechst interessant.Natural born grenzgänger?!

 

Zum  Schluß: Wie geht es wohl mit meiner Borussia (der Großen, Roth, der vom Niederrhein!) weiter, der Bundesligastart steht vor der Tür?! Arie van Lent fällt ein halbes Jahr aus und morgen startet man, schon fast traditionell, gegen die sympathischen Bayern aus München. Jetzt machen "wir" Werbung für Jever. 1992 verlor Borussia mit Tuborg auf der Brust das Pokalfinale, 1995 holte sie mit Diebels den Pokal - was wird sie wohl mit mit dem neuen Schriftzug erreichen?

 

Bittend + flehend, Schomberg

 

Nachschrift: Auf diesem Wege - zumindest Kartellbruder Lösler schaut hier ja, wie er selbst zugab, ab und an 'rein - nochmal vielen Dank für die Gastfreundschaft auf dem Bayernhaus und das schöne Wochenende in Würzburg!!!!