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Marburger Liebe zur Literatur in den Zeiten von Pest und Cholera!



www.chauvi-seite.de Mein differenzierendes Identifikationsangebot für Simone. G.! Wie immer: Für den Inhalt dritter Seiten ist Heiko Schomberg nicht verantwortlich...


 

"Männer sind immer durch Komplimente

zu entwaffnen. Frauen nie."

(Kurt Tucholsky)

 

 

 

Das 20. Jahrhundert hat vier große Romane hervorgebracht, an denen sich

Schriftsteller und Wissenschaft gleichermaßen haben orientieren müssen:

Musils "Mann ohne Eigenschaften", den "Ulysses" von James Joyce, die

"Recherche" von Marcel Proust und "Ballfieber" von Nick Hornby. Ein Kanon von Büchern, die man gelesen haben muß, ist immer eine sehr subjektive Angelegenheit. Dennoch soll nach dem Inhalieren dieser Bücher nichts mehr sein wie vorher. So etwas wie Hermann Hesses "Steppenwolf" kann man als 19jähriger lesen und die Lektüre "verändert das Leben". Ich habe es vor einigen Tagen mal wieder an die Hand genommen und festgestellt, daß es mir nichts mehr sagt. Wie Thomas Mann gehört Hermann Hesse zu den überschätztesten deutschen Autoren. Da ich nicht abergläubig bin, begrüße ich Euch ausdrücklich zur 13. Ausgabe von "Schombergs Welt".

 

Rechts auf dem Scan seht Ihr übrigens Hornung, wie er seine großartige Karriere als DB-Model beginnt. Auch wenn man fast glaubt, das Bild sei gestellt: Hornung verhört den Pinguin. Was wird Schildi wohl denken, wenn Sie diese Bilder sieht?!?! Ferien auf dem Retrohof. Einen großen Scan [793 kb] dieses ergreifenden Dokuments findet Ihr [hier]. Chapeau, Hornung! Chapeau!

 

Nun ja. Marburger Liebe in den Zeiten von Pest und Cholera. Was kann in diesen Zeiten helfen außer, der Trutz- und Schutzburg, der Passion Fußball?!

 

_______Gedankenblitz an__________

 

Grundlegend: Fussball ist klassenlos! Dort steht ein Arbeitsloser neben einem Akademiker, der Gewohnheitstrinker neben dem Geschäftsmann, die Hausfrau neben dem Kuttenfan, der Ultra neben dem Unternehmer. Man umarmt nach einem Tor Menschen, die sich sonst nicht mit Glacéhandschuhen anfassen würden. Wohin sonst als zum Fußball, in der "linken", in der modernen Prägart des 70iger-Jahre-VfL-Borussia-1900 hätte es mich als gebürtigen Mönchengladbacher treiben können?! Es soll ja in MG ein bis zwei Bayernfans geben - die sind aber - zurecht(!) - sozial isoliert. Das erste Spiel - nach dem Umbau des Bökelbergs - war das 3:1 gegen Darmstadt 98. Lange her! Boar - bin ich alt! Ein Spiel an das ich mich wirklich bewußt erinnere: Das 10:0 gegen Eintracht Braunschweig im Oktober 1984. Eine Autogrammstunde 1981 in der Stadtsparkasse: Berti Vogts erschien mir so groß wie ich damals mit 10 Jahren und der rote Kopf von Josef Heynckes erinnerte nich nur W. Wuttke an Osram und die zugehörige Produktpalette. Gedanken an Straßenfußball mit und gegen Jörg "Ali" Albertz, der Hamerner SV gegen die Bengels aus Waldhausen. Und verschiedene Lebensentwürfe - neidlos festgestellt: Während der Eine über eine gewisse finanzielle Freiheit und Bewegungsfähigkeit verfügt, gut ausgebildet ist, gesellschaftliche Anerkennung erfuhr.... habe ich studiert... :0)) .... vielleicht kann ich ja noch zum Knastberater für Topmanager umschulen. Wird das eigentlich vom Arbeitsamt gefördert?!?!

Niederlagen sind es zumeist, die ich als Gladbachfan mit dem Fussball assoziiere: Das 1985er 0:4 bei Real Madrid nach dem 5:1 in Düsseldorf (abermals: Vielen Dank, Herr Sude!), jenes Spiel gegen Espaniol Barcelona (mit der Torwartlegende Thomas N'Kono in der Hütte); es wurde 0:2 verloren - nach unserem Freundschaftsspiel bei Germania Hockstein. Den Schaltausch mit einem Fan von Dundee United: Da ich sehr behütet aufgewachsen bin, dachte ich bis dahin, nur Piraten und Verbrecher hätten Tätowierungen - und wurde eines besseren belehrt. Auch daß Fußball - schon in der Zeit vor Mayer-Vorfelder - unpolitisch sei. Es hat eine Einheit Englischunterricht gedauert, bis ich den Aufkleber auf dem Schal "Keep Ulster british!" verstand... auch inhaltlich... und dann kam lange nichts und .... mit dem Studienbeginn wurde ich zum Fernsehfan. Der Auslöser war das verlorene Pokalfinale 1992 in Berlin gegen Hannover 96. Die Trauer auf den Straßen war wohl nur mit der eines Teils der Bevölkerung im Mai 1945 zu vergleichen! Alles wurde weggeworfen an Accessoires und Eintrittskarten. Dann Mitte der Neunziger Jahre die - zum Teil europäischen - Erfolge mit der Klimax des 3:2 bei den Gunners von Arsenal London. Der 1995er Pokalsieg gegen Effes neue Freunde. Ich war Senior beim Stiftungsfest und konnte leider nicht an den Niederrhein fahren um die heimkehrenden Heroen am Alten Markt zu begrüßen. Dann wollte ich nicht mehr ins Stadion weil ich mich des Gefühls, ein Modefan zu sein, nicht erwehren konnte. Beginn des Niedergangs: Das 2:4 gegen AS Monaco in Köln (ausgerechnet!) nach dem Sieg in Highbury und die Entlassung Krauss' (Bernd, lieber Leibbursch, Bernd, nicht "Bodo") im November 1996. Oder Dezember?! Dann kamen nur noch Gewohnheitstrinker mit zweifelhafter Fussballkenntnis. Eine kleine Zwischenfreude auf dem Weg nach unten war der 1998er Klassenerhalt in Wolfsburg. Während Tanja am Radio hockte (WDR2 - Sport und Musik), verfolgte ich Premiere - verschlüsselt. Fever Pitch - Ballfieber. Was sind gesunde Augen gegen einen Klassenerhalt?? Als ich wieder "angefixt" war und aus beruflichen oder universitären Gründen meine 90-Minuten-Dosis-Bökelberg nicht erhielt, habe ich mir sogar die 5. und 4. Liga angeschaut - die Schimmelreiter - von Spannung & Stimmung keine Spur, alles sehr akademisch - aber immerhin "Fobbes"! Nach dem endgültingen Abstieg 1999 glaubte ich erkannt zu haben, das nun jeder gefragt sei, die Elf vom Niederrhein zu unterstützen. Und dann habe ich Spiele,  Mannschaften - von deren Existenz ich nichts wußte - und Orte gesehen, z.B. Offenbach, von denen ich glaubte, sie seien wie Bielefeld und Ingolstadt eine Virtualimagination! Ich dachte zwei endlose Jahre: Die Zweite Liga bedeutet Chemnitz, FSV Mainz 05, Fortuna Köln, Union Solingen und Darmstadt 98 sowie Fortuna Düsseldorf - so weit war ich von diesen Niederungen enfernt. Ich habe Stadien in Städten kennengelernt die es nicht gibt, z.B. Links-Rechts Ahlen. Die Träne in's Knopfloch gerieben und wieder dem roten Faden der Kolumne gewidmet. Wirklich schlimm war's nur im August 1999....

Dann wurde es besser, gut und sehr gut, man war wieder da, wo man hingehörte und nun muß ich mich wieder regelmäßig von den Erfolgsfan-Corpsbrüdern (mit bizarren Leidenschaften wie FC Bayern München oder Borussia Dortmund) frozzeln lassen. Aber auf Erstliganiveau! Und glaubt mir: Waffenstudententum und Fussball paßt sehr gut zusammen - es schließt sich einander nicht aus!

 

___________________Gedankenblitz aus__________________________

 

"Jaja"

"Wenn einer 'ne neue Form findet!"

"Ja?"

"Dann nutzt er sie auch!"

"Jaja!"

 

Mein Beitrag zur am 09. Oktober beginnenden Buchmesse. Ich freue mich schon jetzt auf das Pendeln mit Menschen, deren sozialer Kompetenz durchaus ein Optimierungsbedarf innewohnt. ("Ich hatte reserviert." "Bitte, nehmen Sie Platz!" "Machen sie sofort die Zigarette aus!" "Aber das ist ein Raucherabteil" "Ahhhhhhh!"). Erneut möchte ich Euch mein "Wort der Woche" vorstellen. Es ist heuer...

 

Parteigericht

 

Hmmmh. Dieses Bemühen um Kreativität ist ein heißes Ringen. Ein kurzes googlen (nicht: gurgeln!) brachte hervor, daß ich nicht der einzige bin, der "Worte der Woche" kürt. Ich habe es immer geahnt... ein Offizier und Gentleman, wüßte was er zu tun hätte....und doch ist nicht immer das drin, was man erwartet: http://www.lions-club-marburg.de. Es bleibt dabei, Fulda hat es in jeglicher Hinsicht einfach besser!

 

Da ich den Leser (m/w) nicht aus den Augen verlieren will und m.E. "an den Leser denken auch immer an den Nutzwert denken", bedeutet, hier eine Kleinstliste an Büchern, die eine Hilfe bei der "Bewegung auf dem glatten Parkett der Gesellschaft" (Marc 'Euro' Ewering) darzustellen vermögen: Wie häufig vorgetragen:

"Na leck' mich am A....., wenn datt nich' meine alte Benimmlehrerin ist!" oder Brigitte Nagiller, Knigge, Kleider und Karriere. Sicher auftreten mit Stil und Etikette, Taschenbuch - 250 Seiten - Ueberreuter Wirtschaftsverlag Erscheinungsdatum: 2001. Ferner ("...das Haus gewinnt sehr durch den Garten, mein Herr..."):

Der neue Knigge. Die modernen Umgangsformen im Beruf und Privatleben. von Franziska von Au, Christian Weiss (Illustrator)

Empfehlen heißt nicht selber lesen: Nutzwert ex!

 

Aus der Reihe "Ehrabschneidende eMails", heute: Fritze B. aus Gö., "SC-Bruder" und Geschäftspartner. Auf einen Thread im Corpstalk, in dem ich einen tolerant-wertkonservativen (sic!) Beitrag losließ, entgegnete er:

"Na Schomberg, 

mir kannst Du nichts vormachen! Selbst unter dem hastig übergeworfenen wertkonservativen Fell sehe ich die häßliche Fratze des umverteilenden Sozialisten hervorlugen! Dies will ich nicht näher ausführen."

Uncle Shoko 'n' MC Acusematukel are in da house! Check this out! Anders ausgedrückt: "Wie sagte Claus Strunz, Sprengs junger Nachfolger bei der 'BamS', kürzlich in der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung'? Es sei aufregender, bei den Konservativen als der liberalste zu gelten, statt bei den Linken den Konservativen zu geben." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2002, Nr. 227 / Seite 39) Nimm dies, Fritze B.!  Denn: "Wir sind Diener der Gesetze, um frei zu sein" (Cicero, De legibus, II,13). Ein Mann, der Freunde hat, die sich trotz Rezession eine WebCam - abgesehen von ihrer neuen Resonanzunterwäsche, die der Verbesserung ihrer Aussprache dient - angeschafft haben, ist ein glücklicher Mensch. Dennoch: Resonanzunterwäsche besitzen und mir in der Cordanzugs-Affäre nicht weiterhelfen - erschütternd! Literarisch gesprochen: Still quite on the cordanzugian front. Bisher hielt ich meine Suche nach einem Cordanzug für brito-exzentrisch. Eine Zusammenstellung wirklich exzentrischer Auktionen findet ihr [hier]! Da sage nochmal einer, in Marburg würde sich nichts bewegen - ebenfalls eine Meinung, die ich mir nie zu eigen gemacht habe: Es gibt eine Neuerung: Die Reorganisation und Umbenennung der Internet-Dienste der Philipps- Universität zu Marburg. Denn, ich zitiere:

"Die alte Benennung der Internet-Dienste hat eine Reihe von Nachteilen, die durch die Umbenennung bereinigt werden sollen. (...) Die Bezeichnung 'stud' trägt im angelsächsischen Sprachraum eine unglückliche Konnotation, die durch die neue Bezeichnungsweise umgangen wird. Die Ausforschung von Details bleibt dem interessierten Leser überlassen." [Quelle: http://www.uni-marburg.de/hrz/intzug/rename.html] "Unglückliche Konotation!". Und da behaupte nochmal jemand, Informatiker verfügten und -güten nicht über Humor. Es kann nur heißen:

Es lebe der lustige Positivist! <=> Hornung und Prima! 

 

Nachdem ich mich immer despektierlich über die intellektuellen Fähigkeiten der Jugend (Teile davon, Teile!) geäußert habe (Stichwort: Erstwählercheck bei S. Raab), führte ich ihn am 26. September 2002, in der Online-Quizversion im Selbstversuch an mir, durch und war – bis auf eine knifflige Frage – hochzufrieden mit dem Ergebnis: Alle Fragen richtig, ich erhielt den Rang "Elton" und das Demokratiezeugnis: "Ihr seid echte Gelehrte! Professionelle, äh, na, so Professoren! Ihr kommt direkt nach der Politik-Ikone Lukas!" Danke und Tschüss! Ich glaub 'ne Dame wird Raab nie. Dafür entschädigte er mich durch die Schaffung meines derzeitigen Lieblingskalauers: "Ach, das ist ja 'ne richtige Syphillis-Arbeit", "Jaja, Syphillis und sein guter Kumpel Herpes, der Götterbote"....

 

S.G. aus K. schrieb - und löste damit ein Rätsel für mich auf:

"Wie immer war die Kolumne ein Anlaß heftigsten Schmunzelns! Deine gute Schreibe (SPD-Ortsverein-Deutsch für "artifizielles Verbalisierungsvermögen") macht's möglich!"

Warum schreibst Du das nicht gleich! Das sind doch durchaus angenehme Schreiben! Das sind schöne Mitteilungen, die man doch gerne erhält. Was ist mit derlei Briefchen?

"Ich war und bleibe von Beruf Wissenschaftler. Eine Fortsetzung hätte unter diesen Bedingungen den Übergang zum Berufspolitiker bedeutet. ... Ich bin sicher, dass Sie eine gute Nachfolgelösung finden. ... Ich wünsche Ihnen - nicht nur kulturpolitisch - weiterhin virtù!"

Wirrwas?!?! Erhellend in diesem Zusammenhang - wie immer - die FAZ von vorgestern:

"So hat das Schweigen des Kanzlers immerhin den Göttinger Studenten einen prominenten Hochschullehrer beschert."

Aha! Liebe Göttinger Braunschweiger: Viel Spaß mit Eurem neuen "alten" Professor. Jetzt kann ich erahnen, wie Soetje seine Vormittage verträumt in Nida-Rümelins Philosophievorlesung verbringt. Tempi passati!

 

Euch eine schöne Woche - demnächst im "roten Salon" im monegassischen Sinne - nach manchem Abend erkennt man seinen Gebrauchswert, Schomberg!

 

 

 

 

 

Nachschrift:

Lieber Ewe.doc, in der nächsten Ausgabe werde ich deutlich weniger "automatische Datenweiterleitungen" [vulgo: Links] verwenden. Ich schwöre! Und was ein "Weblog" ist, erkläre ich Dir mal in einer ruhigen Minute....