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Come fly with me.... (Bekenntnisse!)



Sie strahlen mir auch am fernen Ort!


 

Come fly with me....

Come fly with me, let's float down to Peru

In lama land, there's a one man band

And he'll toot his flute for you

Come fly with me, we'll float down in the blue

 

Mehr Texte von Ol' Blue Eyes [hier]. Lieber "Bumpf", wie besprochen, ich werde auch noch ein paar Dino-Lyrics für Dich finden....die Sache mit dem Whisky-Pulvérisateur ist einfach himmlich ;-)

 

Mir ist ganz warm um's Herz - ich begrüße Euch zur zehnten, ja zur zehnten (sic! sic!) Ausgabe von "Schombergs Welt". Ein Jubiläum - vivat! Elektrolumen ex! Feurio! Hup Bumm Hup! No Jabba - no Babba! Ad restam! (aus Gründen des Platzschindes und Riemenschreibens, könnte ich noch ein paar Worte, mit denen ich meiner aufgesetzten Freude Ausdruck verleihen möchte, absondern, verzichte aber darauf.) So sehr ich mich über die aktuelle Ausgabe freue, so sehr tun mir vor allem die Dresdner leid - erst das Hochwasser und dann die Flut der Dummheit.  So ein richtiger Posterboy scheint nicht dabei zu sein, finde ich. Das ist im Rheinland erfrischend anders, da kann beispielsweise der BGS noch etwas an der Leibesvisitation. Was sagt His Masters Voice dazu? Wie immer wohltuend, der polemikfreie und den Nagel auf den Kopf treffende Harald Schmidt! Sein Kommentar zu den Billigflügen ab Köln/Bonn: "Viele Kölner werden sich ein

Ticket für 10 Euro kaufen, nur um sich von oben bis unten von der Security

befummeln zu lassen". Die Wahrheit ist oft ganz einfach. Dafür ist das reale Leben deutlich ausgelutschter als das Klischee. Zitat aus der Oberhessischen Presse, eine Besetzung dreier alter Gebäude der Behring-Werke betreffend: "Langfristig solle aus den beiden Gebäuden ein Wohnhaus und ein autonomes Tagungshaus entstehen, erläutert Wiebke. Eigentlich will sie ihren Namen nicht nennen, das sei nicht nötig, sie sei nicht die Sprecherin der Gruppe." Wiebke!!!! Ausgerechnet. Autonomes Tagungshaus!!!! Unglaublich! Der große Prosawerker Charles Bukowski drückte es mal so spitzfindig aus: "Feminismus existiert nur, um hässliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren." Natürlich mache ich mir diese Meinung nicht zu eigen! Was würde wohl Florian Gerster auf Bukowski entgegnen? And what about a marburgian fairytale called "Wiebke und Burschi im Frauen/Lesben-Referat" ???? And sometimes my English is under all pig! Und wo war überhaupt "Rolf" bei der ganzen Geschichte? In der gleichen Verärgerungsliga spielt der Slogan "Fuck Milk - Gimme Beer". Hmmmh. Subtile Aussage. Ich würde sie auch nicht erwähnen, hätte ich sie nicht auf dem Rucksack - ungelenk mit weißem Faserschreiber gekrakelt - eines ca. zwölfjährigen Mädchens im Kaufhaus Ahrens gesehen. Was weiß dieses Kind denn?! Sie war noch nie auf dem Corpshaus am Morgen danach, wenn ein tapferer Corpsbruder Wiederbelebungs-Kaffee aufgebrüht hatte und die Milch fehlte. Sie versteht nichts! Ein Denkmal für jeden Tropfen Kaffeemilch! Ich falle dem Sentiment anheim. Das ist o.k. - ich bin ein Mann. "Wissen sie, ich bin ein Mann mit Gefühlen. Ich mache etwas, wenn ich davon überzeugt bin, sonst lasse ich es. Es kann sich im Nachhinein herausstellen, dass es falsch war. Gut, dann war es eben falsch. Wichtig ist, dass man für sich seine Lehren daraus zieht. Das ist im Fußballgeschäft nicht anders als bei einer Frau". (Ricardo Moar) Tja, ätsch, dies ist kein Wahlaufruf, obwohl man es hätte glauben mögen....

 

Bekenntnisauftakt: Ich schrieb letzte Woche, es mache Spaß, mit Spinne und Hulk ab und zu 'nen ordentlichen Skat zu kloppen. Ich müßte es nicht extra erwähnen, tue es aber trotzdem. Natürlich war das frei erfunden. Ich kann gar kein Skat spielen. Sorry für die Dehnung der Wahrheit!.

 

Bald wird es wieder Herbst, die Abende werden kürzer aber gemütlicher. Auch wollen sie sinnvoll genutzt werden. Was sollte man tun? Guten Wein trinken! Da ich nicht mit abgenudelten Oscar-Wilde-Zitaten langweilen will, hier nun meine derzeitigen All-3000-Favourites:

 

Ein Herxheimer Kirchenstück 2001 (Rivaner trocken) von der Winzergenossenschaft Herxheim am Berg in 67273 Herxheim / Weinstraße
Einen 2000er Dornfelder von der Nahe, Langenlonsheimer Sonnenborn, aus dem Weinhaus Günther Wagner, 55596 Schloßböckelheim
Einen 1998er Riesling (trocken) von der Mosel / Saar / Ruwer vom Weingut Böcking aus 56841 Traben-Trabach
Einen 2000er Merlot aus Frankreich (Domaine Preignes Le Vieux Oc Merlot)
Einen 1999er Primitivo di Manduria vom Weingut Di Marco aus Italien. Das ist ein Roter, der mir auch gefällt....aber wie das mit den Roten so ist: Man kann sie sich eigentlich nicht leisten....

[mehr]

 

Ein weiteres Bekenntnis: Ja, ich stehle - nicht nur kleptokreativ bei anderen - sondern bediene mich hemmungslos  auch meiner eigenen Gedanken und Ergüsse. Und auch das Wort Zweitverwertung ist kein fremdes für mich. Unlängst entdeckte ich in den Untiefen des WWW dieses 1999er Machwerk von mir, das ich hier überarbeitet widergebe, da mir im Moment nicht mehr einfällt:

 

"Der Handyfriedhof! Handyfriedhöfe - Eine Legende?!?!

 

Handies (auch umgangssprachlich zunehmend "Mobiltelephone" genannt), sind äußerst gesellige Tiere. Angeführt von der Matriachin, unternimmt die Herde alle Aktivitäten gemeinsam. Ob auf ihren Wanderungen, beim Grasen, Baden, Mailboxabhören, Trinken oder Ruhen - die Herde bleibt stets zusammen und die soziale Ordnung gewahrt. Mystische Begebenheiten in der Konzeptionskemenate! Wir haben sie mit eigenen Augen gesehen, die majestätischen Überreste.

Ergo: Die Mär vom "Handyfriedhof" ist kein sentimentaler Mythos, der erfunden wurde um die Schädelstätten zu erklären, an denen blutige Handy-Pogrome durch Pre-Paid-Wilderer stattfanden – sie existieren wirklich. Und einer hat sie entdeckt: Den legendären Elefantenfriedhöfen gleich, fand der bekannte Tierforscher Jacques Grossèr mumifizierte Mobiltelefone und ausgebleichte Akkumulatoren. Und Berge von herausgebrochenen Antennen.

 

Wenn ein Handy merkt, daß seine Tage gezählt sind, verabschiedet es sich von seinen Verwandten und begibt es sich – unter Zuhilfenahme bewußtseinserweiternder Drogen wie Chicken-Sandwiches- einem jahrtausendealten Instinkt folgend - in die Konzeptionskemenate zum Sterben. In den letzten Atemzügen liegend hat ein GF788 die kryptischen Worte "Krk mich am Foffel" an die rußgeschwängerte Holzwand geschrieben. Sie haben der Kommunikationkultur gedient. Dieser vielbeschriebene Ort wurde zur letzten Ruhestätte für die bis dato entdeckten Handies. Ihren alten Brauch respektierend werden die der Unterart Ericsson (der Unterschied zu den finnischen Artgenossen von Nokia ist an den Ohren ablesbar) nicht umgebettet sondern bis zur Heimholung durch den großen Kirmse dort aufgebahrt und – ihre Totenruhe bewahrend – nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht! Doch wenn man ihnen gestattet, eines natürlichen Todes zu sterben, tragen sie regelmäßig den Leichnam eines Kameraden wie in einem Trauerzug. Und sie begraben ihre Toten, indem sie sie mit Kopien, Asche, Kontoauszügen und Filterzigaretten bedecken. Später kommen sie zurück und ziehen die Funkantennen, schleppen sie mehrere Meilen weit oder zertrümmern sie am nächsten Papierkorb, als wollten sie die Händler um die so begehrte Beute bringen, die in zerriebener Form als Potenzmittel für Festnetzvieltelefonierer dient. Trauernde Herden haben sogar die Warenlager von Antennenhändlern gestürmt, um dem geschändeten Leichnam eines Kameraden die Antenne zurückzuholen.

Wenn man sie schon gezwungen hat, unwürdig in Hosen- und Jackettaschen zu leben, so wollen sie sich doch wenigstens einen würdigen Tod bewahren." Der unbearbeitete Originaltext findet sich [hier]. Doch wo befinden sich meine Pillen?!?!

 

Bekenntnis, die Dritte. Ihr werdet es kaum glauben, aber ich neige manchmal zur Selbstüberschätzung. Doch so eine eingestreute Mobiltelefonparabel, kann Wunder wirken, und sei es nur, dass ich mich wie Houellebecq-light in L'Extension du Domaine de la Lutte fühle ;-))

 

An dieser Stelle muß ich darauf hinweisen, daß morgen der Einsendeschluß für mein Preisrätsel abläuft. Wer zu den glücklichen Gewinnern (m/w) gehören will, sollte mir heute noch eine eMail schreiben. Der oder die GewinnerIn werden in Ausgabe 11 bekannt gegeben!

 

Diese Kolumne endet mit den rührendsten und traurig-trotzigsten Worten des vergehenden Sommers:

"Ist schon okay/ Es tut gleichmäßig weh/ Es ist Sonnenzeit/ Ohne Plan, ohne Geleit/ Der Mensch heißt Mensch/ Weil er erinnert, weil er kämpft/ Weil er hofft und weil er liebt/ Weil er mitfühlt und vergibt/ Und weil er lacht, weil er lebt, du fehlst."

 

Eine schöne und spannende Restwahlkampfwoche, stuckrad-barre-frei, wünscht Euch Schomberg.