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Diese fantastische Produkt der Snackindustrie - Chipse in der Geschmacksrichtung "Kebab und Blumenzwiebel" - hatten wir an diesem Tag leider, leider nicht dabei.


Was tun bei Hitze, Honka, HSV!?! Ist die Lösung "Balkon, Bücher, Bier"? Nein, die Antwort ist kölsch: Einmal am Rhein. Und dann zu dritt beim Glase Wein. Was kann man in der Glutzhitze noch sinnhafterweise tun? Die Nähe des Wassers suchen. Da haben wir in meiner Wahlheimat ja diesen größeren Fluss, diesen Rhein, und im gleichnamigen Park liegt man ganz angenehm. Wenn nicht eine Fantastilliarde anderer Menschen die gleiche Idee hatte.

 

Das ganze Geraffel wurde - in der Geschwindigkeit einer Schnecke, gaaaanz, ganz langsam - zu Fuß (Radfahren wäre Selbstmord gewesen!) zum Rhein verbracht, damit eben ein Drittel des Kolumnentitel nicht eintraf. Sehr hilfreich dabei war mein Neuerwerb "Shopin", der anstrengungsarm zu führen war - und doch auch einige ablehnende Reaktionen, heitere Scherzworte und Anwürfe hervorrief. Ich sage aber "Ja!" zum Altwerden... Ihr lasst Euch einfach zu sehr von Vorurteilen und Klischees leiten! Abgesehen davon, dass es, das großartige Produkt, auseinandergebaut und mit einer Tragkraft von 40 Kilo versehen, damit auch bei Suche, Auswahl & Erwerb von zwei Kisten Bier sehr hilfreich ist, kann diese Ziehtasche (nicht: Ziertasche) mit LKW-Plane in einem Veedel, in dem man kein Auto benötigt, die Bequemlichkeit beim Gentrifizieren auf dem Wochenmarkt deutlich erhöhen. Das Erweckungserlebnis diesbezüglich hatte ich in Venedig: Normale, junge Menschen führten diese Dinger mit sich. Weil es bequem ist. Traut Euch. Und nach der Jungfernfahrt in Kalk und dem Picknick in Deutz kann ich sagen: Es zahlt voll & ganz auf die StreetCred ein.

 

Zurück zum Picknick am Rhein. Im schnellen Duktus eines August Stramm, wie er heute schriebe: Rhein. Zu viel Natur. Zu viel Schmutz. Insekten. Zu viel miserable Grill"künste" um uns herum. Schlecht angezogene Menschen. Eher schlecht ausgezogene. Und doch Inseln der Erquickung. Denn der "Verrenberger Lindelberg" blieb - dank Kühlakku und einer Netto-Thermotasche - erfreulich kühl und war ein erquickender Gaumenschmeichler. Durch einen sachdienlichen Hinweis gelernt: "Am Wasser brauchst Du keine Kühlakkus mitzuschleppen. 1 oder 2 Geschirrtücher reichen. Tücher nass machen, um die Flasche wickeln, Flasche in die Sonne stellen, paar Minuten warten... Die Verdunstungskälte erledigt ihren Job zuverlässig." Nach diesem Tipp haben wir durch intensiven Austausch, Mutmaßungen, rudimentäre Naturwissenschaftsschulkenntnisse und Wikipedia das Konzept Verdunstungskälte letztendlich dann doch intellektuell durchdrungen. Doch da waren dann die Flaschen leer.

 

Dann wurde ich noch getadelt, wegen eines sog. "Busfahrerausschnittes". Und das nur, weil ich bei 39 Grad Celsius am Rhein einfach mal alle Konventionen über Bord warf und zwei (sic!) Hemdknöpfe beim langärmeligen, brusttaschenlosen Oberhemd öffnete! Manchmal muss man ein tolldreister Teufelskerl sein. Die Stimmung am Rhein war getragen von einer heiteren Apathie... und absolut friedlich. Es war ganz anders als in Berlin. Noch frappierender waren 6 ("sechs") bieramrheintrinkende Endzwanziger/Anfangsdreißiger, alle oberkörperfrei - und kein einziger hatte eine Tätowierung! Anblicke, die ich so schnell nicht vergessen werde...

 

Am Ende des Tages - nicht als Floskel, sondern wirklich am Ende des Tages - verlegten wir uns wieder nach Kalk und ich hatte die noch Gelegenheit, Wein zu trinken, ohne abschüssig im Dreck zu liegen. Das nächste Mal werde ich in einem weißen Leinenanzug Crockettore aufbauen und, mit einem Gurkensandwich und einem Gin-Tonic in der Hand, dem Extremsport Crocket nachgehen. Hach, Gurkensandwiches & Panamahüte...

 

Eine Unbekannte bleibt: "Wann wird's mal wieder richtig Sommer?", fragt sich Euer Schomberg.