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Bald beginnt die Weltmeisterschaft und es interessiert mich: nicht. Noch nicht?



Als Lied von Bernd Begemann hieße der Song wohl: "Kölsche Hymne ohne Refrain" und die zentrale Frage lautete: Denn ich möcht' diese Stadt verstehen!




"Die WM-Edition von Gaffel – das jetzt schon legendäre Konterkölsch – dürfte sich insbesondere in der Verbindungsszene einer gewissen Beliebtheit erfreuen, oder?!! ODER!? Vor 16 Jahren hatten wir so ein tolles Produkt bei der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan nicht. Aber die ergreifenden Zeilen der Unterhaltungskapelle Brings wurden 2002 veröffentlicht: "Nä, wat wor dat dann fröher en superjeile Zick, mit Träne in d'r Auge loor ich manchmol zurück. Bin ich hück op d'r Roll nur noch half su doll, doch hück Naach weiß ich nit wo dat enden soll."


Früher war Fußball einfach und schön: "Etwa 60 treue FCM-Seelen treffen sich hier. Die meisten sind um die 50 Jahre alt, Lkw-Fahrer, Zerspaner, Maschinenführer. Arbeitertypen, verwachsen mit ihren Zigaretten und Bierknollen. Sie heißen Bockwurst, Hütte, Königin oder Koile." Und heute: Kommerz und bunte Hautbilder, moderner Fußball ist, wenn der einzige Untätowierte der Schiri ist pfeift und die mit dem meisten Geld den Videobeweis kaufen. Der auch dieses Jahr bei der WM eingesetzt wird. Vielleicht hat mir aber auch das Hecking-Momentum jegliche Freude auf das Sommerturnier verdorben?

 

Unlängst ging es darum, dass im Vorfeld der Jahreshauptversammlung von Borussia Mönchengladbach in den "(A)Sozialen Medien" viel Tammtamm & Bohei gemacht wurde. Auf der eigentlichen Versammlung blieb es aber sehr, sehr ruhig, was die Rheinische Post mit - wie ich finde - zuuuu wohlfeinen Worten quittierte:

 

"(...) die ganz großen Debatten, die aufgrund vieler Einlassungen von Fans in den sozialen Netzwerken vielleicht zu erwarten gewesen waren, blieben aber aus. Der Schritt ans Mikrofon vor Augenzeugen und im Angesicht der Protagonisten ist wohl doch ein anderer Angang als ein anonymer Eintrag."

 

Darauf hin nahm ich mir vor, nächstes Mal der Veranstaltung beizuwohnen und Meinungsstärke on the rocks zu präsentieren. Das wiederum rief einen mir bekannten Mönchengladbacher Lokalpolitiker auf den Plan, der a.a.O. schrieb:

 

"Aber Heiko, damit hat sie Recht! Vorher lese ich immer wieder von allen möglichen Seiten, was man 'bei der JHV endlich mal dem Eberl/dem Hecking/dem Schippers' sagen will. Und dann sitzen da 2000 Leute und dann fehlen einfach die Eier in der Hose die Worte. Dass Du Dich das traust, weiß ich. Da gehörst Du aber zu einer großen Minderheit!"

 

Warum erzähle ich das hier alles so langatmig nach?

 

Na, weil ich Euch doch zum entscheidenden Beitrag eines befreundeten Architekten führen wollte, der entgegnete: "Was wirklich in dir brodelt, ist vermutlich, dass Borussia bis heute nach 15 Jahren immer noch nicht auf deinen Vorschlag eines alljährlichen Borussia Festkommers eingegangen ist." Dieser Anwurf stellte eine Ungeheuerlichkeit dar – denn im Sommer werden es 16 Jahre!! Als "Dauercamper in Korinth" tat ich dies kund ("... ich glaube, im Sommer werden es 16 Jahre ... ;-)") und erhielt eine wunderschöne Rückantwort:

 

16 Jahre?! Eine lange Zeit! Was in 16 Jahren nicht alles passieren kann ...?!

 

In 16 Jahren kann ein Neugeborenes strafmündig werden.

In 16 Jahren könnte Holland 5 x die WM-Qualifikation verpassen.

In 16 Jahren könnte Borussia 2 x ab- und wieder aufsteigen, ein neues, weil überlebensnotwendiges Stadion bauen, den Umsatz von 30 auf 180 Mio. vervielfachen oder einen Mitgliederzuwachs von 8.000 auf 80.000 verzeichnen.

 

Was aber garantiert niemals in 16 Jahren zu schaffen ist: einen Berliner Flughafen bauen und eröffnen. Neulich hörte ich jemanden sagen: Eher wird der 1. FC Köln Deutscher Meister, als dass der neue BER eröffnet wird.

 

Hach, vor 16 Jahren oder 424 Ausgaben war alles einfacher, da erschien die die erste Kolumne tatsächlich kurz nach der Schmach von Yokohama! Jesses nee, ist das auch schon wieder 16 Jahre her ... als wir zur Halbzeit schon 'ne Flasche Moskowskaja drin hatten deutlich angeschickert waren. Carlos erwähnte das auch unlängt: "...das war eine soooo großartige WM bei euch aufm Haus ... und mit was für einer Gurkentruppe, im Rückblick (also die Nationalmannschaft, nicht die Schwabenbuben). Damals, in Alt-Marburg (obligatorischer Seufzer). Ich wäre gerne wieder 34 Jahre, schon am frühen Morgen sturzbesoffen durch Marburg marodierend." Stimmt, da fanden ja Achtelfinale um 8.00 oder 9.00 Uhr unserer Zeit statt. Hat man in Marburg damals eigentlich schon irgendwo Gaffel bekommen? Oder immer nur dieses touristische FRÜH-Kölsch?? Das ist alles so lange her. Vielleicht sollte ich mir doch Karten für das Morrissey-Konzert in Berlin besorgen. Denn:

 

"Fußball interessiert mich nicht!" Bis zum 17. Juni um 17.00 Uhr. Euer Schomberg.